Aktuelles

Wintermarkt in Lützerath

 

8.12.22

Diesen Samstag ab 15h in #Lützerath: Wintermarkt mit live Musik, kritischem Krippenspiel und vielem mehr!

Dringender Spendenaufruf: Licht für Lützi

7.12.22
Menschen aus Lützerath schreiben:

 "Wir sind dabei, uns komplett autark mit Solarstrom zu versorgen. Das Ganze wird eine gute Grundlast tragen können, um weiter den Alltag vor Ort bestreiten zu können und einen Räumungsversuch zu überstehen. Trotzdem benötigen wir:

 – Geldspenden (steuerlich absetzbar) https://luetzerathlebt.info/spendenkonto/

 Kontoinhaberin*: Lützerath lebt; IBAN: DE24 4306 0967 1204 1870 01; Verwendungszweck: Lützi Lebt

 außerdem zum Beispiel:

  – (trockenes) Feuerholz!

 – Warme! Schlafsäcke/Decken

 – Kerzen/Laternen

 – (Große) Powerbanks

 – 12 V Autobatterien

 – Gas(!!)Durchlauferhitzer

 – Gasheizstrahler

 – Kohlenmonoxid-Melder

 – Feuerlöscher

 – Öfen/Ofenrohre

 – Sowie Dinge von unserer Wunschliste: luetzerathlebt.info/wunschliste

 Gerne an diesem WE zum Wintermarkt am Samstag ab 15.00 Uhr oder zum Spaziergang am Sonntag um 11.30 Uhr mitbringen.

 ———————————–

 Wenn Ihr Menschen aus der Umgebung kennt, respektive da wohnt: Wir bräuchten natürlich auch Orte zum Aufladen von Powerbanks, zum Duschen, Waschen, sich Wärmen … Es könnte eine Chance sein, um mehr Kontakte zwischen den umliegenden Dörfern und Lützi zu knüpfen und Verbindungen zu stärken."

Im Zweifelsfall bitte Absprachen mit den jeweiligen Strukturen!

 

Die Polizei demonstriert Stärke - KiDl bezeugt Respekt vor der Dorfbevölkerung

7.12.22

Wir zollen der Dorfbevölkerung des Klimaschutzdorfes #Luetzerathbleibt unseren bewundernden Respekt für ihr besonnenen und gelassenes Verhalten angesichts des befremdlichen  Auftritts der Polizei am vergangenen Montag. Da die Beamt*innen in voller Einsatzkleidung mit Waffen und Helmen auftraten, wirkte die Ortsbesichtigung wie eine Vorankündigung von Gewalt. Der Widerstand braucht keine Provokation - der Widerstand geht anders! Unsere solidarische Hochachtung! #lützilebt #standwithluetzi

@LuetziBleibt

NRW-Pressefoto des Jahres 2022

7.12.22

"In Düsseldorf sind am Dienstagabend die Preise zum "NRW-Pressefoto des Jahres" verliehen worden, ein vom Landtag ausgelobter Wettbewerb. Über den ersten Platz konnte sich Barbara Schnell freuen, sie fing für die Frankfurter Rundschau in Lützerath im Rheinischen Revier eine symbolträchtige Szene ein: Ein Aktivist setzt sich einem Braunkohlebagger in den Weg." (tagesschau.de)

Mehr zum Bild, seiner Entstehung und - nicht zuletzt! - der Fotografin findet ihr hier: https://www.fr.de/panorama/nrw-pressefoto-2022-barbara-schnell-luetzerath-91960994.html

RWE kappt die Stromzufuhr nach Lützerath

6.12.22

RWE begann heute nachmittag damit, in Holzweiler die Stromleitung aus dem Boden zu reißen, die das Dorf Lützerath mit Elektrizität versorgt, und eskaliert damit weiter in Richtung Räumung. RWE nimmt damit das ganze Dorf vom Netz. Das ist ein Skandal! Gesamte Pressemitteilung: #LütziBleibt

Mahnwache beim Regierungspräsidenten

Menschen aus verschiedenen Gruppierungen der Klimaschutzbewegung demonstrierten am 2. 12. in Köln für Lützerath

 

Auf Anweisung des Innenministers von NRW soll nun der Kölner Regierungspräsident die Polizei in Aachen beauftragen, die Zerstörungsarbeit von RWE in Lützerath abzusichern. Deshalb kam es heute vor dessen Amtsgebäude zu einer Mahnwache.
Ca. 30 Menschen aus unterschiedlichen Gruppen unserer Bewegung skandierten "Lützi bleibt".  Diese Aktion war von C. S. initiiert worden, ebenso wie eine Petition, in der 30.000 Menschen den Widerstand gegen die drohende Räumung erklärten. C. S. erläuterte ihren Aufruf gegen gewaltsame Maßnahmen.

Die Mahnwache verlief friedlich.

KEINE GENEMIGUNG FÜR DIE RÄUMUNG LÜTZERATHS            –           LÜTZI BLEIBT!

Heute, 2.12.22, ab 14:00 h  MAWA vor der Bezirksregierung Köln,

Zeughausstraße 2.

Der Innenminister des Landes NRW hat die Zuständigkeit für das notwendige Rechtshilfeersuchen an den Kölner Regierungspräsidenten rückverwiesen.

Der soll nun mit den notwendigen Schritten für eine Räumung beginnen.

Wer es ermöglichen kann, ist eingeladen, zur Mahnwoche zu kommen, bei der wir unseren entschiedenen Widerspruch demonstrieren!

 

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29)

Eine Geschichte des Ungehorsams aus dem Leben des Bischofs Nikolaus von Myra

 

Sonntag, den 4. Dezember, 15 h, Lützerath an der Eibenkapelle

 

Die Gestalt des Nikolaus von Myra ist zum Kinderfreund verkürzt, zum Kinderschreck verkommen, zum Weihnachtsmann entstellt.

Über die historische Gestalt ist wenig bekannt. Die Legenden aber zeichnen ein anderes Bild dieses Menschen als das, was uns Jahr für Jahr zwischen Kitsch und Konsum begegnet. Die wohl bekannteste Geschichte aus seinem Leben stellt uns Menschen vor Augen, die mit der Missachtung von Vorschriften ein lebensbedrohliches Risiko eingehen.

In diesem Gottesdienst wollen wir Parallelen zwischen der Nikolausgeschichte und der Situation in Lützerath suchen, die uns Mut machen.

Im Fall eines Räumungsversuchs: Auch „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ wird

Lützerath verteidigen!

Gemeinsam mit x-tausend für Lützerath erklären wir: „Wenn die Landesregierung Lützerath räumen und abreißen will, werde ich vor Ort sein und mich der Zerstörung in den Weg stellen.“

 

23.11.22

Es gibt widersprüchliche Signale - von RWE, der Polizei, der Landesregierung - zum Zeitpunkt einer Räumung, doch die Räumung ist beschlossen. Und wir sind vorbereitet: Wenn die Räumung von Lützerath beginnt, werden wir uns an seiner Verteidigung beteiligen – in unseren Formen, mit unseren Mitteln. Wir rufen alle Menschen, die sich uns verbunden fühlen, dazu auf, sich in einer ihnen entsprechenden, ihnen möglichen Form an der Verteidigung Lützeraths zu beteiligen:

▪ Im Mittelpunkt steht für uns Bewahrung und Schutz der Eibenkapelle: Dort werden Menschen von KiDl sein, sobald eine Räumung absehbar ist, und Gottesdienste sowie – zeitlich offene – Liturgische Mahnwachen halten, zu den alle eingeladen sind.

▪ Allerdings ist zu befürchten, daß Lützerath schnell großräumig abgesperrt wird. In diesem Fall treffen wir uns, sobald die Nachricht von der Räumung bekannt wird, an der Kirche von Holzweiler, gehen gemeinsam, in einer Prozession, so weit in Richtung Lützerath, wie es eben möglich ist, und halten dort Gottesdienst. Auch in den ggf. folgenden Tagen wird KiDl dort Gottesdienste, Andachten, Prozessionen halten - haltet euch informiert, kommt vorbei! In Holzweiler wird es eine Mahnwache geben - ihr habt also einen gesetzlichen Anspruch auf freien Zugang.

▪ Es wird viele Menschen geben, die sich – aus welchen Gründen auch immer – stärker abseits halten, gleichzeitig aber ihre Solidarität ausdrücken wollen. Für sie werden von verschiedenen Organisationen weitere Mahnwachen in der Umgebung angemeldet werden – informiert euch bitte kurzfristig über die einschlägigen Twitterkanäle. Sammelt euch auch dort unter einem gelben Kreuz, singt, betet, haltet Andachten (gelbe Kreuze werden im Umfeld von Lützerath deponiert sein, informiert euch über twitter)

▪ Außerdem könnt ihr den Gesa-Support zu unterstützen: Kommt zu den Mahnwachen an den Orten, in denen Menschen in Gewahrsam sitzen (Mönchengladbach, Aachen, Köln …) und unterstützt sie praktisch nach ihrer Entlassung, durch Essen, warme Getränke, Transport zum Bahnhof etc.

▪ In Keyenberg wird im Räumungsfall "Unser aller Camp" aufgebaut. Dort gibt es Essen, Infos, Ruhezonen, Platz für Zelte oder Wohnwagen - und auch dort werden immer helfende Hände gebraucht!

 

Wichtige Nummern und Adressen:

Ermittlungsausschuss:
rheinlandea@riseup.net, +49 (0) 641 2010 99 547

Gesa-Support Aachen:
Bluecloud@gmx.org, (+49) 157 381 26264

 

Unsere Glückwünsche an den Kreuzgucker!

Wetten dass?  Lützi bleibt!

17.11.22

Lützi ist am Samstag abend mit einer Wette bei "Wetten dass" vertreten - kein Scherz!!! 50.000 € Preisgeld - für Lützi und die Bewegung. Schaut Euch die Sendung an und stimmt ab!

 

Alle für Lützi

12.11.22

Über 2000 Menschen forderten heute: Lützi bleibt!

taz Panterpreis an die MaWaLü???

Am 12. November ab 18 h wird die Verleihung des taz Panterpreises live über diese Adresse übertragen. Wir drücken die Daumen!

RWE fordert Abbagerung Lützeraths noch in diesem Winter

Fordert schnelle Räumung: RWE-Finanzvorstand Müller
Fordert schnelle Räumung: RWE-Finanzvorstand Müller

10.11.22

Während der Aachener Polzeichef verkündet, in diesem Jahr gebe es keine Räumung Lützeraths, evtl. auch nicht vor Ende der Rodungssaison fordert RWE eine Räumung noch in diesem Winter. Die taz spricht sogar davon, daß lt. RWE Lützerath noch in diesem Winter abgebaggert werden müsse, um die jetzt länger laufenden Kraftwerke fütter zu können. Das würde auf ein noch deutlich früheres Datum für eine Räumung sprechen.

Eine gezielte Desinformation durch die Polizei, um die Klimabewegung in falscher Sicherheit zu wiegen? Oder ein Konflikt zwischen Politik und Wirtschaft?

Haltet euch bereit - wir sehen uns in Lützerath!

8.11.22

Auch "Die Kirche(n) im Dorf lassen" unterzeichnet die Solidaritätserklärung mit "Letzte Generation": "Nicht jede Aktion der Gruppe ist auf ungeteilte Zustimmung gestoßen, auch in der Klimabewegung gab es viel kritische Debatte über Aktionsformen, -ziele und demokratische Strukturen. An diesem Punkt aber wo ein tragischer Todesfall instrumentalisiert wird, um ein Exempel an der Letzten Generation zu statuieren, ist die gesamte Klimabewegung in Solidarität mit der Letzten Generation vereint."
Hier zum vollständigen Text der Erklärung.

 

Einladung zum Gottesdienst an der Kante:

Martin von Tours – Legionär, Eremit, Bischof der Menschen

Sonntag, 13. 11. 2022, 15 Uhr in Lützerath an der Eibenkapelle

 

Der 11. November ist der Gedenktag des Hl. Martin. Er ist Schutzpatron unzähliger Kirchen, ihm zu Ehren gibt es Martinswecken und Laternenumzüge. Wir alle kennen die Geschichte der Mantelteilung – ein Akt der Solidarität, damals wie heute nicht selbstverständlich. Doch ihn allein darauf zu reduzieren hieße, ihm nicht gerecht zu werden.

Was das Leben Martins uns heute noch sagen kann, dem wollen wir gemeinsam Raum geben. Und natürlich auch das eine oder andere Martinslied singen ... Laternen erwünscht!

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Gott machte eine Geißel aus Stricken … Gott war im Geräusch eines leisen Wehens

Sonntag, 6.11.22, 15 h, Eibenkapelle Lützerath

 

Die Diskussion vom vergangenen Sonntag aufgreifend steht im Mittelpunkt unseres Gottesdienstes wieder die Frage nach dem tätigen Arm Gottes angesichts ohnmächtig empfundener Übermacht von Ausbeutung und Zerstörungswut.

Mitten in einer der gewalttätigsten Erzählungen des Alten Testaments ist Gott nicht in all dem, was gewaltig daherkommt, nicht im Sturm, nicht im Feuer, nicht im Erdbeben, sondern in einem leisen Säuseln erklingt sein Ruf.

In der „intellektuellsten“ Variante der Jesuserzählungen, im Johannesevangelium, wird Jesus Christus selbst „gewalttätig“. Er scheint die kapitalistische „Indienstnahme“ des Tempels nicht zu ertragen, „bewaffnet“ sich und „schlägt zu“. Der friedfertige, predigende, heilende junge Rabbi verliert die Geduld angesichts der Ausdehnung des Marktes in die Stätte des Heiligen hinein.

In diesem Gottesdienst wird nicht zu Gewalt und zum Fertigen von Waffen aufgerufen, wohl aber zu einem religiös motivierten Widerstand. Betrachtet wird auch, was der Untergang der Eibenkapelle, die Opferung eines kleinen Ortes des Heiligen für das „Wechseln von Kohle gegen Kohle“ in der Perspektive des zornigen Sohnes Gottes bedeuten könnte.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante:

"Es rettet uns kein höh’res Wesen …"

Sonntag, den 30.10.2022, 15 Uhr an der Eibenkapelle Lützerath

 

"Die Politiker werden den Planeten nicht retten," sagte in der vergangenen Woche Greta Thunberg. Diese Illusion, so Greta weiter, sollten wir aufgeben.

Doch was ist mit einer höheren Macht – mit Gott? Können wir darauf bauen und vertrauen? Und wie könnte diese Rettung aussehen in einer Welt, in der ein direktes Eingreifen höherer Mächte nicht mehr möglich scheint?

Diesen Fragen wollen wir gemeinsam Raum geben – an der Eibenkapelle, deren Wiederentdeckung Bischof Meister als einen „Fingerzeig Gottes“ bezeichnete...

BUND-Landesdelegiertenversammlung kündigt weiteren Widerstand an:

"Lützerath kann bleiben!"

23.10.2022

Mit deutlichem Unmut über den Hinterzimmerdeal zwischen Schwarz-Grün und RWE beschloss die BUND-LDV heute einstimmig: Lützerath kann bleiben:

„Diese Vereinbarung zwischen Land und RWE trotz der Festschreibung eines zusätzlichen CO2-Ausstoßes von 280 Millionen Tonnen als „Meilenstein für den Klimaschutz in Deutschland und Nordrhein-Westfalen“ zu feiern, werde den klimaschutzpolitischen Herausforderungen nicht gerecht. Es sei auch nicht nachvollziehbar, warum Hinweise der Regierungs-Gutachter zur Verringerung der Flächenzerstörung zur Massengewinnung für Rekultivierungszwecke missachtet wurden.”

Beschluss der BUND-Landesdelegiertenversammlung vom 23.10.2022

VoRWEg gehen heißt: Windräder abreißen!

Von RWE abgebautes Windrad (ca. 1 km nach Ortsausgang Keyenberg, Richtung Holzweiler.
Von RWE abgebautes Windrad (ca. 1 km nach Ortsausgang Keyenberg, Richtung Holzweiler.

Foto: UPA

20.10.2022

Nach den Rodungen und Abrissen Anfang der Woche nimmt sich RWE jetzt die Windräder vor. An Absurdität kaum zu überbieten...

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

 

An den Strömen von Babylon

Sonntag, 23.10.22, 15 h (nach dem Dorfspaziergang) Eibenkapelle Lützerath

 

An den Strömen von Babel, da saßen wir und weinten,wenn wir an Zion dachten.

Wir hängten unsere Harfen an die Weiden in jenem Land.

Dort verlangten von uns die Zwingherren Lieder,

unsere Peiniger forderten Jubel: ‚Singt uns Lieder vom Zion!‘

Wie könnten wir singen die Lieder des Herrn, fern, auf fremder Erde?

(aus Psalm 137)

 

Werden wir in den Straßen von Holzweiler stehen und weinend Lützeraths gedenken?

Mit einer gewissen Leichtigkeit sollen in unserem Gottesdienst an der Eibenkapelle am kommenden Sonntag die biblischen Vertreibungsnarrative aufgesucht und fruchtbar gemacht werden – nicht um uns in die Vertreibung zu „schicken“, sondern um unser Versprechen und unsere Hoffnung lebendig zu erhalten: Nächstes Jahr in Lützerath!

 

Breaking news

RWE reißt ab und rodet in Immerath

Abrisse heute in Immerath
Abrisse heute in Immerath

17.10.22

RWE reagiert sofort auf das Grüne Waterloo: Heute morgen wurde mit Rodungs- und Abrissarbeiten in Immerath begonnen. Eine spontane Mahnwache am Immerather Wendehammer ist eingerichtet - kommt dazu, unterstützt, protestiert!

 

Grünes Waterloo: Parteitag entscheidet gegen Lützerath, gegen das 1,5°-Ziel

16.10.22

Wir erfuhren es während unseres Gottesdienstes: Die Grünen-BDK entschied mit knapper Mehrheit gegen den Antrag der Grünen Jugend, für Lützerath wenigstens ein Moratorium durchzusetzen. Damit hat sich die Partei endgültig von den Pariser Klimazielen verabschiedet.

Wir danken allen, die aufrecht blieben, sich nicht von der Parteiführung einschüchtern und belügen ließen, an ihren Überzeugungen festhielten.

 Fotos: UPA

 

Ein besonderer Trost in dieser Situation: Die Pressekonferenz mit Luisa Neubauer in Lützerath, unmittelbar an der Kante:

Proteste beim Bundesparteitag der Grünen

"Ihr wollt Braunkohle?"

15.10.22

Zahlreiche Gruppen protestierten gegen die aktuelle "grüne" Klimapolitik bei der Bundesdelegierten-konferenz der Grünen in Bonn.

Für mich persönlich am eindrücklichsten: Eine Gruppe wollte Sonnenblumen an die Delegierten verteilen - wohl um sie an ihre grünen Wurzeln zu erinnern. Alle lehnten ab... Die verweigerten Blumen standen dann traurig neben einem Haufen Braunkohle, die Aktivist*innen aus Lützerath vor den Eingang geschüttet hatten: "Ihr wolt Braunkohle? Da habt ihr sie!"

 

 

 

 

 

Foto: Kirsten

 

Fotos: UPA

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

„Die zwei Mäntel haben, sollen einen jenen geben, die keinen haben.“ (Lk 3,11)

Solidarität mit den Protesten des Bündnisses #IchBinArmutsbetroffen

 

Sonntag, 16.10.22, 15 h an der Eibenkapelle in Lützerath

 

Zurecht denken viele Menschen bei dem Wort „Armut“ zuerst an den globalen Süden. Doch Armut ist ein weltweites Problem, auch in den Wohlstandsgesellschaften des globalen Nordens, das immer weiter zunimmt – aktuell v.a. durch die exorbitant steigenden Energie- und Lebensmittelpreise. Doch es wird verdrängt, verschwiegen, die betroffenen Menschen ins Abseits gestellt.

Wir wollen in unserem Gottesdienst nach dem Zusammenhang zwischen Klimakrise und Armut fragen – und welche Antworten es geben kann. Die Antwort Jesu überliefert uns Lukas: „Die zwei Mäntel haben, sollen jenen geben, die keinen haben. Und die zu essen haben, sollen ebenso handeln!“ (Lk 3,11)

Ge- und enttäuschte Wähler*innen reagieren auf verfehlte  Energiepolitik der Grünen

Proteste vor dem Bundesparteitag der Grünen in Bonn

Am Freitag, den 14. Oktober 22, wird es ab 14 h Proteste verschiedener Umwelt- und Klimaorganisationen am  Tagungsort (WCC, Platz der Vereinten Nationen 2, 53113 Bonn) geben, an denen sich auch "Die Kirche(n) im Dorf lassen" beteiligt. Haltet nach dem gelben Kreuz Ausschau!

 

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

"Unverzüglich standen sie auf und machten sich auf den Weg nach Jerusalem." (Lk 24,33)

Ein Gottesdienst über das Sich-auf-den-Weg-machen

Sonntag, den 9. Oktober 22, 15 h an der Eibenkapelle Lützerath

 

Die Grünen haben das Todesurteil über Lützerath gesprochen. Jetzt, wo alles verloren scheint:

Macht euch auf den Weg nach Lützerath. So wie die Jünger von ihrem Fluchtpunkt Emmaus zurückkehrten nach Jerusalem. Lasst uns zusammenkommen in dieser schweren Zeit, damit wir nicht allein bleiben, damit Lützerath nicht allein bleibt. Bildet Banden, bleibt kämpferisch!

 

Und außerdem:

in den nächsten drei Tagen, also Mi, Do, Fr, werden KiDler*innen von 16 bis 18 h an der Eibenkapelle Andacht halten, singen, sich austauschen. Kommt gern vorbei!

am Freitag, den 14.10. wird KiDL auf dem Bundesparteitag der Grünen in Bonn anwesend sein - kommt dazu, machen wir ihnen Druck!

im Oktober jeden Sonntag ca. 15 h (nach dem Dorfspaziergang) Gottesdienst an der Kante. Falls der Zugang nach Lützerath nicht mehr möglich sein sollte, finden die Gottesdienste unmittelbar an der Absperrung statt. Informiert euch über unseren Twitterkanal.

Ergebnis der "Beratungen" zwischen Grünen und RWE:

Grünes Todesurteil für Lützerath und die 1,5°-Grenze

4.10.22

Heute im Radio: Lützerath werde jetzt endgültig abgerissen, so die grüne Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, ein Erhalt sei laut mehrer Gutachten nicht zu rechtfertigen. Dabei haben erst kürzlich Wissenschaftler das Gegenteil errechnet: Sie haben untersucht, welche Auswirkung die angekündigte Reaktivierung von Kohlekraftwerken auf den Förderbedarf am Tagebau Garzweiler II hat. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im aktuell geltenden Abbaubereich bereits deutlich höhere Kohlemengen genehmigt sind, als bis zum Ende der Kohleverstromung 2030 zur Sicherung der Energieversorgung benötigt werden (zur Studie).

„Wenn RWE behauptet, dass die Kohle unter Lützerath dringend benötigt wird, ist das nichts weiter als eine dreiste Lüge! Der Konzern schreckt scheinbar nicht einmal mehr davor zurück die Energiekrise zu instrumentalisieren, um seine Übergewinne weiter zu vermehren“, so Alexandra Brüne von Alle Dörfer bleiben. „Wir erwarten, dass die neue Landesregierung endlich auf Basis der wissenschaftlichen Fakten handelt!“

Und langfristig? Die Grünen feiern einen Kohleausstieg 2030 als Riesenerfolg - ohne Rücksicht darauf, daß dieser Termin für das Klima deutlich zu spät kommt.

Ausführlich dazu auch die Pressemitteilung von "Alle Dörfer bleiben".

 

Erste Aktionen der Klimagerechtigkeitsbewegung:

Aufruf zum Tweet-Storm

aktuelle sharepics gibt es hier

heute, 04.10. um 17 Uhr vor dem BMWK, Scharnhorststraße 34-37, Berlin

Mittwoch, 05.10. um 17 h am Elisenbrunnen, Aachen (Aufruf der Grünen Jugend Aachen)

Freitag, 07.10. Demos z.B. in NRW:

Aachen, 15 Uhr, Rathhaus

Bonn, 13 Uhr, Friedensplatz

Duisburg, 14 Uhr, Parteibüro der Grünen

Düsseldorf, 14 Uhr, Wirtschaftsministerium

Essen, 11 Uhr, Rathhaus

Köln, 17 Uhr, Alter Markt

Weitere Orte siehe hier: https://fridaysforfuture.de/streiktermine/

Am Freitag, den 14.10. gibt es um 15 Uhr in Bonn am Platz der Vereinten Nationen eine wuchtige Aktion beim Bundesparteitag der Grünen!

 

Und dazu passend an diesem Tag: Unser gelbes Kreuz am "Kohlekreisel" bei Jackerath wurde soeben von RWE-Beauftragten gestohlen, die Einschlaghülse mit dem Vorschlaghammer zerstört...

Es wird dunkel in Lützerath...

2.10.22

Es war ein sehr schwerer Tag: Heute um 13 h mußte Eckardt die Schlüssel zu seinem Zuhause bei RWE abliefern. Viele waren gekommen, um ihn in dieser Stunde zu unterstützen - und viele bleiben auch weiterhin! Es gab unterstützende Sprechchöre, Lieder, Bengalos auf dem Dach - und Tränen.

Das Kontrastprogramm am Nachmittag war gewagt: Ein Kasperlstück über die wundersame Verteidigung der Eibenkapelle, die durch höhere Gewalt verhinderte Räumung, ja gar die Ausrufung der "Freien Republik Lützerath". Doch es hat allen gut getan, wieder von Herzen zu lachen...

Aber seht selbst:

 

Zum Abschluss dieses schweren Tages: unser Gottesdienst, den wir in Eckardts Hof feiern durften. Dort war Raum für die vielen Emotionen des Tages, für die Frage: Wie geht es jetzt weiter?

Das folgende Kurz-Plenum entschied: Unser KiDl-Kreuz, das uns bei so vielen Gottesdiensten, Prozessionen an die Kante, in der Regennacht vor dem Keyenberger Hof, bei der Zerstörung der Alleebäume auf der L277, beim Abriss der Häuser in Lützerath begleitet hat - dieses Kreuz steht jetzt - und bis auf weiteres - bei Eckardt auf dem Hof!

„Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte.“

Video unseres "Flut-Gottesdienstes ist online:



Ältere Meldungen findet ihr hier!