Aktuelles

Einladung zum Gottesdienst an der Kante in Immerath

Ein Zeichen der Hoffnung setzen: 

Von der Zerstörung zum Wiederaufbau des Tempels

Hl. Messe mit Aufrichtung eines Kreuzes am Ort des zerstörten Immerather Domes*

Samstag, den 31. Oktober, 15 Uhr, Treffpunkt am Friedhof Immerath

(Bei Regen findet der Gottesdienst in der Scheune des "Möhrenbauern" Thelen statt. Corona: Wir werden Adresslisten führen, Abstand halten und Masken tragen.)

 

Die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen" lädt zum Gottesdienst nach Immerath: Am alten Friedhof gedenken wir der Toten – der hier begrabenen wie der Opfer von Klimazerstörung und Ungerechtigkeit weltweit. Danach gehen wir in kurzer Prozession an den Ort des zerstörten Domes, um dort ein bleibendes Kreuz der Hoffnung aufzurichten und Messe zu halten.

Mit der vorgeschlagenen Leitentscheidung zementiert die Landesregierung ihre lebensfeindliche und klimazerstörende Politik, mit katastrophalen Auswirkungen weltweit, aber auch in der Region: Alle bedrohten Dörfer werden den Profitinteressen von RWE geopfert. Dabei wird ein zeitlicher Aufschub für viele mit einer schnelleren Zerstörung weniger verbunden und so versucht, einen Keil zwischen die Dörfer zu treiben: RWE wird verpflichtet, Immerath und Lützerath zuerst abzubaggern – obwohl auch dort noch Menschen leben. Wir protestieren gegen diese menschenverachtende Politik und sagen: Alle Dörfer bleiben! Deshalb werden wir in Immerath, am Ort des zerstörten Domes, ein Zeichen des Widerstands und der Hoffnung setzen.

Denn der Immerather Dom ist für die Klimabewegung ein zweifaches Symbol: Für die Menschen nicht nur aus der Region war seine Zerstörung eine Erfahrung von Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber scheinbar unaufhaltsamer Gewalt. Vor allem die Menschen, die in der Nacht vor dem Abriss an Ort und Stelle in Gebet und Gesang ausharrten, erzählen noch heute von dem traumatischen Erleben.

Aber die Bilder dieser Zerstörung gingen um die Welt, zeigten erstmals auch einer breiten Öffentlichkeit das ganze, unfassbare Ausmaß der Gewalt durch den Tagebau. Für viele war dieser Abriss der Anlass, sich für den Erhalt der bedrohten Dörfer mit ihren Kirchen, für die Bewahrung der Schöpfung, für Klimagerechtigkeit weltweit einzusetzen.

An dieser doppelten Erfahrung will die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen" anknüpfen und lädt ein zu einem Gottesdienst am Ort des zerstörten Domes: Um sich solidarisch mit den Menschen zu zeigen, die mit dieser Kirche ein wesentliches Stück ihrer Heimat verloren haben, ihre Trauer zu teilen und so zu lindern. Aber auch, um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen mit der Aufrichtung eines Kreuzes auf dem Schutt der Zerstörung, als Symbol für die Errichtung eines neuen Tempels, den Bau eines „neuen Jerusalems".

Denn auch das Volk Israel erlebte in seiner Geschichte gewaltsame Vertreibung und die Hoffnungslosigkeit des Exils. Mit der Zerstörung des Tempels – dem Ort der Einwohnung ihres Gottes – wurde ihnen ihre vor allem religiös begründete Identität genommen. Sie lebten in der Zerstreuung, viele verloren ihre kulturellen Wurzeln.

Aber die Rufe der Propheten hielten die Hoffnung auf Rückkehr wach. Und sie kehrten tatsächlich zurück, bauten einen neuen Tempel und eine neue Stadt. Eines war ihnen klar: Es sollte eine neue, eine offene Stadt werden, ohne Mauern, in der die Menschen im Schutz einer neuen, einer göttlichen Ordnung leben: „Es werden noch Greise und Greisinnen auf den Plätzen von Jerusalem sitzen, jeder seinen Stab in seiner Hand wegen der Fülle der Tage. Und die Plätze der Stadt werden voll von Jungen und Mädchen sein, die auf ihren Plätzen spielen.“ (Sach 8,4-5)

 

* Das Ordnungsamt Erkelenz erklärte auf Rücksprache, dass Fußgängern das Betreten des Geländes gestattet ist.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Prozession und Andacht zum Schutz der Bäume an der L277

"Denn mit sehnsüchtigem Verlangen wartet die Schöpfung auf die Offenbarung der Kinder Gottes." Röm 8,19

 

Sonntag, den 25. Oktober, 15 Uhr (im Anschluss an den Dorfspaziergang), Wendehammer Keyenberg


RWE hat inzwischen einen tiefen Keil bis kurz vor die L277 gegraben (etwa auf der Höhe der alten Borschemicher Straße, dem Ort unserer ersten Nachtwache). Dort wird es vermutlich die ersten Fällungen geben. Wir gehen daher am Sonntag in Prozession vom Wendehammer Keyenberg aus dorthin und halten Andacht für die Bäume.

 

Der Gottesdienst fand unter starker Beteiligung der Polizei statt - die uns zwar den Hinweg gestattet hatte, aber dann überraschend den Rückweg versperren wollte.

Hier geht es zum Video.

 

Fotoimpressionen (© Alexander Franz):

Einladung zum Gottesdienst an der Kante gestaltet von den Christians for Future, Aachen

Erntedank - trotz drohender Rodung an der L277 und Vernichtung von Ackerland durch RWE

Sonntag, den 4. Oktober, 18 Uhr, Mahnwache Lützerath

 

Oktober, das ist die Zeit, für die Ernte des Jahres zu danken. Wie müssen wir einen solchen Dank denken, angesichts des Beginns der Rodungssaison, die die Bäume an der L277 bedroht, angesichts des vorrückenden Baggers, der völlig sinnlos wertvolles Ackerland vernichtet?

Hier geht es zum Video!

"Rodungssaison" an der L277 beginnt

24. September 2020

Rodungssaison - wie viele andere auch hatten wir gedacht, dieses Wort hätte für uns seinen Schrecken verloren. Aber nicht nur im Danni droht Räumung und Rodung, auch an bei den bedrohten Dörfern: RWE hat angekündigt, sein Vernichtungswerk fortzusetzen, die Bäume an der zerstörten L277 zu fällen. Nach der Roten soll jetzt auch die Grüne Linie fallen.
Die Kirche(n) im Dorf lassen will sich an den zu erwartenden Protesten beteiligen und braucht Eure Unterstützung: Da der Termin der Fällungen - der Tag X - nicht bekannt ist, müssen wir vorbereitet sein und schnell reagieren. Wir bitten Euch daher: Tragt Euch mit Handy-Nummer oder Email auf unseren Tag-X-Verteiler ein, dann werden Euch umgehend über den Beginn der Rodung bzw. unsere Aktionen informieren.

 

"Hör nicht auf mich zu träumen gott
ich will nicht aufhören mich zu erinnern
daß ich dein baum bin
gepflanzt an den wasserbächen
des lebens"

 

Dorothee Sölle
Aus: Loben ohne lügen, Gedichte


Da zu befürchten ist, dass RWE schnell Fakten schaffen will und schon am 1. Oktober die Kettensägen anwirft, werden einige von uns dann ab dem frühen Morgen vor Ort sein - wir freuen uns über Unterstützung.
Tag-X-Verteiler: Bitte formlose Mail mit Handy-Nummer oder Mailadresse an:
kirchen-im-dorf-lassen@t-online.de

Gottesdienste an der Kante am Aktionswochenende 25. bis 27. September 2020

Hier stehen wir - und könnten anders!

Erste Eindrücke vom Aktionswochenende 25. bis 27. September 2020

 

Wir hatten viel geplant (s. Einladung unten) - es wurde dann doch vieles ganz anders. Als Reaktion auf das Verbot der Demo von Fridays for Future, ADB und der Antikohle-Kidz entlang der Tagebaukante brachen wir Samstag Mittag zu einer Feldprozession auf (hier ein Video), die uns tatsächlich an die Tagebaukante führte.

Auf dem Rückweg erfuhren wir von der Wiedereröffnung des Keyenberger Hofes, der letzten, inzwischen aber von RWE gekauften und geschlossenen Gaststätte in Keyenberg. Spontan versammelten wir uns vor ihrer Tür zu einem Solidaritätsgottesdienst. Wir verlegten unser gesamtes Programm - die abendliche Messe, die Liturgische Nachtwache und den Abschlußgottesdienst am Sonntag vormittag - dorthin. Da die Polizei praktisch ganz Keyenberg absperrte, war es leider vielen Menschen nicht möglich, daran teilzunehmen. Daher dokementieren wir hier alle Gottesdienste und weitere Aktionen:

- Feldprozession am Samstag Video

- Andachten und Messe am Samstag Video

- Auszug des goldenen Fingers und unser Abschlußgottesdienst Video

- Dorfspaziergang am Sonntag Video

 

Fotos unserer Gottesdienste sammeln wir hier.

Einladung: Hier stehen wir - und könnten anders!

Umfangreiches Programm von „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ an der Mahnwache Lützerath

 

Am letzten September-Wochenende wird es vielfältige Proteste gegen den lebensfeindlichen Tagebau Garzweiler geben, u.a. demonstrieren die „Fridays for Future“ gemeinsam mit „Alle Dörfer bleiben“, auch das Bündnis „Ende Gelände“ hat Aktionen zivilen Ungehorsams angekündigt - um nur diese zu nennen.

Auch wir beteiligen uns an diesen Aktionstagen für weltweite Klimagerechtigkeit mit einem umfangreichen Programm – in unseren eigenen Formen des Widerstands. Damit wollen wir allen, die sich an den Demonstrationen oder Aktionen zivilen Ungehorsams aus den unterschiedlichsten Gründen nicht beteiligen können, eine Möglichkeit bieten, aktiv und gemeinschaftlich Solidarität mit den Aktivist*innen zu üben: Hier stehen wir – und könnten anders!

Am Samstagabend beginnen wir mit einer katholischen Messe, in der christliche Positionen zu zivilem Ungehorsam thematisiert werden. Es schließt sich eine Liturgische Nachtwache an, in der wir uns in Gebeten, Liedern und Texten solidarisch mit denjenigen verbinden, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Blockade, im Kessel oder in Polizeigewahrsam befinden. Jede und jeder bleibt, solange es passt, kann kommen und gehen – und wiederkommen. Denn am Sonntagmorgen gibt es – angeboten von „Alle Dörfer bleiben“ – ein offenes gemeinsames Frühstück, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Den Abschluss bildet ein weiterer Gottesdienst um 11 Uhr.

 

Dorothee Sölle

Argumente für die Überwindung der Ohnmacht

Wir haben den längeren Atem

wir sind unterwegs in größerer Hoffnung

zu uns gehören die Empfindsamen und Unruhigen

Und die nicht verbittern in traurigen Erfahrungen

Und die hierbleiben

nicht weggehen

wohin die Sonne untergeht

noch wegtreten nach innen

die aber erleben wollen

die menschliche Gemeinschaft

wo ausstrahlt das Licht

Bei uns hat schon mal einer

alle geladen zum Fest.

 

Praktisches

Das Erreichen der Mahnwache wird an diesem Wochenende sicherlich erschwert werden. Rechtlich muß aber allen der Zugang – mit „zumutbarem“ Fußweg – gewährt werden. Probleme bitte unter 015201339091 melden.

Wenn möglich Sitzgelegenheit mitbringen, für die Nachtwache Essen und Trinken sowie warme und regenfeste Kleidung. Und natürlich halten wir Abstand!

Aktuelle Infos oder Änderungen unter Die Kirche(n) im Dorf lassen.de oder @Kirche_an_Kante.

 

Unser Programm im Überblick:
„Hier stehen wir – und könnten anders“
Samstag, 26. 9.

18 Uhr:                Messe
anschließend:      Liturgische Nachtwache

Sonntag, 27. 9.
ab 9 Uhr:            offenes gemeinsames Frühstück
11 Uhr:               Abschluss-Gottesdienst  

Video-Führung durch die Keyenberger Kirche

Ingo Bajerke führt durch die Heilig-Kreuz Kirche Keyenberg am Tagebau Garzweiler II

 

Der Keyenberger Ingo Bajerke nimmt uns mit auf seine sehr persönliche Spurensuche. Mit ihm reisen wir durch die Geschichte der Kirche und entdecken Schätze aus der reichhaltigen Ausstattung. Aber auch der drohende Verlust seiner "Heimatkirche" wird angesprochen. Sehr ruhig und mit spürbarer Ehrfurcht vor dem kulturellen Erbe der 1.300 Jahre alten Anbetungsstätte, ausgestattet durch zahlreiche Generationen von Keyenbergern, möchte man sich gleich auf den Weg in dieses einzigartige Denkmal machen. Zum Video.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

"So werden die Letzten Erste sein, die Ersten Letzte sein"

Sonntag, 20.9., 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg entlohnt der Besitzer alle Arbeiter mit einem Denar, unabhängig davon, wie lange sie an dem Tag gearbeitet haben. Ein Denar war die Summe, die ein Mensch brauchte, um satt zu werden, um leben zu können. Das ist die Gerechtigkeit Gottes: Jeder Mensch - ohne Unterschied - bekommt, was für einem guten Leben benötigt wird.
Es gibt kein Sonderrecht für einige wenige, aus Profistreben andere Menschen auszubeuten, Menschen ihre Heimat zu nehmen, die Schöpfung - die unser aller Lebensgrundlage ist - zu zerstören.

Hier geht es zum Video!

Starke "Besetzung" in der Keyenberger Kirche

13. September 2020

© Ralph Kettler
© Ralph Kettler

Eigentlich sollte die Keyenberger Kirche am Tag des offenen Denkmals geschlossen bleiben. einigen Gemeindemitgliedern gefiel das gar nicht - sie blieben nach der Messe daher einfach singend sitzen. Damit ermöglichten sie vielen Menschen den Besuch der Kirchen, von denen sich manche auch angesprochen fühlten, gleichfalls zu bleiben und mitzusingen. Nach kürzerer Diskussion hatte auch die Küsterin Verständnis, die Kirche blieb bis ca. 15.30 Uhr für Publikum geöffnet!

Ein kurzes Video vom "offenen Singen" an diesem Tag findet ihr hier.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Die Kraft der Erinnerung für die Kämpfe der Zukunft

Zum Tag des Denkmals: Gottesdienst in einer Hofanlage in Lützerath

Sonntag, den 13. September, 18 Uhr, Treffpunkt an der Mahnwache Lützerath

Auch wir feiern den Tag des Denkmals: Von der Mahnwache gehen wir als Prozession, vorbei an alten Wegekreuzen in eine Hofanlage aus dem 18. Jh. – mitten in Lützerath!

Thema des Gottesdienstes werden Erinnerungen sein, ganz konkret an diesen Ort oder an andere Orte, die uns persönlich wichtig sind. Welche Bedeutung haben solche Orte, unsere Erinnerung an sie für uns heute? Wie können wir – angesichts ihrer Zerstörung – Kraft aus ihnen schöpfen? Hier geht es zur Predigt und hier zum Video!

Solidaritätsgottesdienst in Gütersloh

Sonntag, 19. September, 13 Uhr

in der Martin-Luther-Kirche

 

Gute Ideen setzen sich durch! In Gütersloh wird es am 19. September einen Solidaritäts-Gottesdienst mit den bedrohten Dörfern geben. Veranstalter ist die dortige Gruppe der "Christians for future".

Gerne mehr davon! Wir bieten Gruppen, die ähnliches überlegen oder schon planen bei Bedarf unsere Unterstützung an. Schreibt uns einfach!

 

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

In Sorge um unser „Gemeinsames Haus“

Gottesdienst des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Aachen

Sonntag, den 6. September, 18 Uhr, an der Mahnwache Lützerath

„Die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegenüber den Armen, das Engagement für die Gesellschaft und der innere Friede (sind) untrennbar miteinander verbunden.

(Papst Franziskus, Laudato Si' 10)

In Kolumbien, dem Partnerschaftsland des Bistum Aachen, wird wie auch hier im rheinischen Revier, Raubbau an der Natur und den Menschen betrieben. In diesem Gottesdienst möchten wir unsere Solidarität mit den Menschen in Kolumbien ausdrücken, die unter dem Steinkohlebergbau leiden, mit den Umweltaktivisten und -aktivistinnen, die ermordet worden sind, weil sie sich gegen internationale Konzerne stellen und mit den indigenen Völkern, die ihre Lebensgrundlage durch den Abbau der Steinkohle verloren haben.

Hier der Link zum Video!

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

David gegen Goliath - die Kräfteverhältnisse ins Wanken bringen

Samstag, den 29. August um 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

Das Ergebnis schien fest zu stehen, doch Mut, Entschlossenheit und Taktik ließen David gegen Goliath siegen. Auch wir stellen uns dem zerstörerischen Handeln von RWE entgegen - mit Mut, Entschlossenheit und in der Hoffnung auf den Gott des Lebens.

Bringt bitte Sitzgelenenheiten mit. Nach dem Gottesdienst ist Raum für gemeinsames Esen und Gespräche.

Hier geht es zu Predigt und Videolink.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

„Wir können nicht denken, was wir nicht tun." (Dorothee Sölle)

Christ*in sein und Widerstand


Sonntag, den 23. August um 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

Inzwischen feiern wir den sechsten Gottesdienst „an der Kante": Staunend  stehen wir vor dieser neuen, überraschenden Erfahrung. Sie öffnet Räume - so wie sich bei unserem letzten Gottesdienst der Raum der L277 öffnete! Sie hat die Kraft zu verändern. Sie öffnet Räume, das „ganze andere" erst zu denken.

Bringt bitte Sitzgelenenheiten mit. Nach dem Gottesdienst ist Raum für gemeinsames Esen und Gespräche.

Hier die Predigt um Nachlesen und der Link zum Video!

„Der Traum ist aus?“

Befreiungstheologische Asamblea an der Kante

 

Donnerstag, 20. 8. 2020 um 18 Uhr an der Mahnwache in Lützerath

 

Christ*innen in widerständigen und befreienden Bewegungen – (wie) geht das zusammen? Das haben sich vielleicht auch einige in der Klimabewegung schon gefragt. Zusammen mit allen Interessierten wollen wir dieser Frage in einem Workshop nachgehen: an einem Ort, an dem sie im Miteinander der verschiedenen Gruppen in der Klimabewegung im Rheinland aktuell geworden ist. Wir wollen darüber sprechen, was für uns befreiendes Christentum heute bedeutet, wo in der Bibel wir dafür Ansatzpunkte sehen und wie wir das mit anderen widerständigen Tradition zusammen denken. Wir freuen uns auf eine spannende Auseinandersetzung und Diskussion aus unseren unterschiedlichen Perspektiven und sind gespannt auf eure Anregungen und kritischen Nachfragen!

Im Anschluss ist Raum für gemeinsames Essen und Austausch. Wer mag, bringt ein Zelt mit und übernachtet auf der Wiese! Wegen Shuttle bei der Mahnwache nachfragen: 015201339091

 

Und hier der Videolink!

Erklärung zum Besuch von Armin Laschet aus Anlass des „Abend der Hoffnung“ im Münsteraner Dom

12. 8. 20

Mit dem Besuch Armin Laschets im Münsteraner Dom leistet die katholische Kiche aktive Wahlkampfhilfe für einen Ministerpräsidenten, der sich im Kampf gegen die Klimakatastrophe klar an die Seite von RWE stellt. "Die Kirche(n) im Dorf lassen" schließt sich den Protesten vor Ort an und verlas dort eine Erklärung, die vollständig hier nachzulesen ist.

Gottesdienst am 9. 8. 20 auf der L277 bei Keyenberg

„… sie hatten alles gemeinsam“ (Apg 4,32)

Gelebte Solidarität gegen die falschen Versprechen des Privateigentums

Etwa 300 Menschen waren zum Dorfspaziergang des Bündnisses "Alle Dörfer bleiben" gekommen – und dieser ging direkt in eine Prozession über, die auf die zerstörte L277 führte. Dort feierten wir Gottesdienst, der sich mit den verschiedenen Formen, die Teilhabe an materiellen Gütern zu organisieren, aus befreiungstheologischer Perspektive beschäftigte.

 

Fotos, Predigt und Videolink findet ihr hier.

Vierter Gottesdienst an der Kante

Kein Tanz ums Goldene Kalb

Gottesdienst des Lebens statt Götzenkult der Zerstörung

 

Sonntag, 2. August 2020, 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

auf dem Wendepunkt der L277

 

Erneut kamen viele Menschen zur Mahnwache Lützerath, um dort gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Und diesmal fand er wirklich "an der Kante" statt: In einer Prozession zogen wir bis unmittebar vor den Wall, in unmittelbare Nähe des Baggers.

Einladung, Fotos und Videolink findet ihr hier.

Emmaus liegt bei Lützerath

Sonntag 26. Juli, 18 Uhr, bei der Mahnwache an der L277 bei Lützerath (am Wendepunkt)

Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse an der L277 luden wir erneut zu einem Aktionsgottesdienst "an der Kante" ein. Wir wollten danken und um Kraft und Zuversicht bitten, und nicht zuletzt versuchen, das Geschehene theologisch einzuordnen.

 

Einladung, Fotos und Videolink findet ihr hier.

Bleibet hier und wachet mit mir

Liturgische Nachtwache an der L277

(19./20. 7. 20)

Kaum ist das Kohleeinstiegsgesetz durchs Parlament, wollte RWE mit dem Abriss der L277, der Roten Linie zwischen Tagebau und den bedrohten Dörfern Fakten schaffen. Die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ beteiligt sich am breiten Protest gegen diesen Gewaltakt mit einem Gottesdienst und einer liturgischen Nachtwache an der L277.

Einladung, Fotos, Predigt und Videolink findet ihr hier.

Gottesdienst am 5. Juli im Anschluss an den Dorfspaziergang in Keyenberg

5.7.20

Am Sonntag, den 5. Juli laden wir im Anschluss an den Dorfspaziergang von Lützerath (12:00 Uhr Start des Spaziergangs, auf der L277, entlang der Verwallung am Tagebau nach Keyenberg) zu einem kurzen Gottesdienst in Keyenberg vor der Kirche ein. Thema wird das jüngste Kohleverlängerungsgesetz und der "Sommer des Kohle-Widerstands" sein.

Weitere Infos hier.

Online Petition gestartet:

Keine Entwidmung der Kirchen im Rheinischen Revier

20.6.20

"Die Kirche(n) im Dorf lassen" hat eine neue Petition gestartet, die wieder regelmäßige Gottesdienste in den vom Abriss bedrohten Kirchen fordert, vor allem aber eine verbindliche Zusage, dass sie nicht entwidmet werden – mindestens so lange Menschen in den Dörfern leben.

Mehr Informationen

Direkt zur Petition

Plakataktion ist angelaufen

20.6.20

In vielen Orten im weiteren Umfeld des Rheinischen Reviers (im Raum AachenDürenHeinsberg und Mönchengladbach) hängen ab diesem Wochenende Großplakate, die eindrücklich auf den geplante Abriss der dortigen Kirchen hinweisen. Zusammen mit der zeitgleich gestarteten Online-Petition hoffen wir auf eine breite Mobilisierung der Menschen gegen diese sinnlose Zerstörung jahrhundertealter Kultur – für eine überholte Technologie und die Profitinteressen weniger!

Die Aktion wurde initiiert von "Die Kirche(n) im Dorf lassen" und unterstützt vom Diözesanrat Aachen und der Klimaallianz.

https://twitter.com/Kirche_an_Kante/status/1274845953497890816?s=20

Andacht und Diskussion in Manheim

12.6.20

Im Rahmen des Waldspaziergangs gab es am Sonntag, den 14. 6. 20, eine Kurzandacht mit Diskussion um die Frage alternativer Nutzungen der profanierten Kirchen. Die Besucher*innen beteiligten sich engagiert und mit vielfältigen Ideen – vom Museum des Widerstands bis zum Raum für autonomes Leben!

Die christliche Rede vom "Götzen Kapitalismus" – verfassungsfeindlich?

Stellungnahme von „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ zur Einstufung von „Ende Gelände“ als verfassungsfeindlich

2. 6. 2020
In einer ausführlichen Stellungnahme protestiert „Die Kirchen im Dorf lassen“ gegen die Diffamierung des Bündnisses Ende Gelände als verfassungsfeindlich und erklärt sich solidarisch mit seinen Zielen. Vor allem die Gleichsetzung von Antikapitalismus und Verfassungsfeindlichkeit ist ein unerträglicher Angriff auf die Meinungsfreiheit. Angesichts zahlreicher klar antikapitalistischer Beschlüsse christlicher Kirchen werden damit auch Christ*innen weltweit stigmatisiert – was einen Angriff auch auf die Religionsfreiheit bedeutet.

Pfingstdienstag: Wachszins für Arnold

Radtour am Hambacher Wald – Wiederbelebung einer 640 Jahre alten Tradition

 

30. 5. 2020

Waldspaziergang Hambacher Wald, Die Kirchen im Dorf lassen, Alle Dörfer bleiben, ITP Münster u.a. griffen eine jahrhundertealte Tradition auf (s.u.) und luden ein zu einer Radtour am Hambacher Wald – von Buir nach Arnoldsweiler. An der dortigen Arnolduskappe wurde der "Wachszins" entrichtet - in Form diverser Kerzen, aus dem Hambacher Wald, aus den bedrohten Dörfern am Tagebau Garzweiler, aus Morschenich und Buir…

Eindrücke von der gelungenen Veranstaltung (wird nächstes Jahr fortgesetzt!) hier.

Erster Gottesdienst an der Kante

Samstag, 16. Mai 2020, 17 h,

Auf der Maibaumwiese, Borschemicher Str. 32, Ortseingang Keyenberg

Anlass für diesen ersten "Gottesdienst an der Kante" war das Verbot der durch "Alle Dörfer bleiben" angemeldeten Demonstration, mit der die Menschen in den bedrohten Dörfern auf die – im Schatten von Corona – immer näher ans Dorf drückenden Bagger.

Einladung und Fotos, Videolink und Predigt haben wir hier zusammengestellt.

 

Wir halten Abstand – RWE nicht!

8. Mai 2020: Menschenkette in Keyenberg

„RWE nutzt die Corona-Krise aus. Während alles andere still steht, graben sich die Bagger auf unsere Dörfer zu. Wir werden das nicht zulassen – darum wehren wir uns!“
"Alle Dörfer bleiben" bildet deshalb am Freitag, den 8. Mai 2020, 18 Uhr eine Menschenkette vor dem bedrohten Dorf Keyenberg am Garzweiler-Tagebau: Mit Mundschutz und drei Metern Abstand zwischen den Teilnehmenden. Für Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit – hier und weltweit!