Aktuelles

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Drei Männer besuchen Sarah und Abraham und verkehren das hoffnungslos Irreale ins hoffnungsvoll Reale

 

Sonntag, den 27.06.2021, 17 Uhr, Lützerath

In einer der ältesten und fernsten Erzählungen der Bibel kommen drei Männer zu Sarah und Abraham, einem kinderlosen alten Paar - bei Sarah hatte der weibliche Zyklus schon lange aufgehört. Einer von ihnen sagte:
„Ich komme ganz sicher zu dir zurück – zur Zeit, die das Leben braucht. Und siehe, dann hat Sara, deine Frau, einen Sohn." (...) Da jauchzte Sara innerlich und dachte: »Nachdem ich verbraucht bin, soll ich Liebeslust bekommen?" (aus Gen 18,10-12)

Mit dieser Erzählung wollen wir uns aufrichten angesichts von Zerstörung und Hoffnungslosigkeit durch den nahenden Bagger und die zugemauerten Häuser. Dazu spüren wir der Frage nach, wie Saras Jauchzen, ihre hoffnungsvolle Freude, ihr späteres Zurückweichen und die abschließende Bestärkung ihrer Hoffnung zusammen gedacht werden können.

Coronahinweis:
Trotz aller Lockerungen bitten wir: Tragt im engeren Kontakt mit anderen BesucherInnen eine Alltagsmaske, bildet Fahrgemeinschaften nur innerhalb Eurer Hausgemeinschaft und tragt Euch in die Nachverfolgungslisten ein!

Im Anschluss an Gottesdienst gibt es an der Mahnwache Lützerath die Möglichkeit zum Austausch.

 

Immer wieder Zerstörung von Kreuzen: Anfrage an RWE

"Warum tun die das?"

Die immer und immer wieder zerstörten Kreuze in Lützerath und Immerath haben zu zahlreichen  Mutmaßungen darüber geführt, wer dies zu verantworten hat. Deshalb hat sich "Die Kirche(n) im Dorf lassen" an RWE gewandt und nachgefragt, ob sie etwas darüber wissen. Den Wortlaut des Briefes und eine begleitende Pressemitteilung findet ihr hier.

Kirche(n) im Dorf lassen unterstützt neues Projekt der Klimagerechtigkeitsbewegung

Kreuzweg für die Schöpfung von Gorleben nach Garzweiler

Ein breites Bündnis aus Klima- und Umweltinitiativen, christlichen Gruppen und kirchlichen Institutionen ruft zu einem „Kreuzweg für die Schöpfung" auf. Ein Kreuz aus Gorleben wird in 26 Etappen (ca. 470 km) nach Lützerath, einem akut bedrohten Dorf an der Tagebaukante Garzweiler getragen. Der Weg führt vorbei am AKW Grohnde, dem neuen Kohlekraftwerk Datteln 4, der RWE-Zentrale in Essen und der Landesregierung in Düsseldorf – und es wird dort nicht nur Andachten geben, sondern auch Aktionen!

Dieser Kreuzweg stellt sich in die Tradition der langjährigen Proteste der Anti-AKW-Bewegung: Schon 1988 trugen Aktivist*innen aus Wackersdorf ein Kreuz in einem „Kreuzweg für die Schöpfung" an den neuen Brennpunkt Gorleben. Damit drückten sie den inneren Zusammenhang der Proteste ebenso aus wie die Solidarität der Umweltaktivist*innen an den verschiedenen Schauplätzen.

Hier knüpfen wir an: Auch heute geht es darum, die unterschiedlichen Aspekte des gemeinsamen Aufstehens für das Klima und die verschiedenen Akteure zusammen zu führen, ob im Widerstand gegen Braun- oder Blutkohle, Gas, Atom – oder gegen neue Autobahnen! Mit dem Kreuzweg wollen wir auch der vielen Menschen gedenken, die in Folge der globalen Klimaerhitzung ihre Heimat oder gar ihr Leben verloren haben - und zugleich deutlich machen, dass wir eine Wirtschaftsweise nicht mehr akzeptieren, die solche Opfer als scheinbar unausweichlich hinnimmt.

Der Kreuzweg ist offen für alle, für Klima-Initiativen und -aktivist*innen, für christliche Gruppen und Kirchengemeinden, für alle, die sich in unterschiedlicher Weise beteiligen möchten: Es gibt die Möglichkeit mitzulaufen – ob eine Stunde, einen Tag, eine Woche – spontan, ganz ohne Anmeldung. Es können auch Etappen von Menschen „adoptiert" werden, die sich vor Ort um Infrastruktur kümmern, Infostände einrichten, Aktionen vorbereiten, Konzerte oder Andachten halten, den Kreuzweg in der Region bekannt machen.

Auf diese Unterstützung am Weg setzen wir: „Ohne Euch geht es nicht – die Streckenführung steht, die Gestaltung liegt bei Euch."

Zum vollständigen Aufruf mit Unterstützern und zur Streckenführung geht es hier.

Weitere Infos auf www.kreuzweg-gorleben-garzweiler.de oder auf Twitter.

Sonntag, 6. Juni 2021:

Zwischen gestörter Totenruhe und entwendeter Zukunft

Das wieder errichtete Kreuz in Immerath als apokalyptischer Fingerzeig

 

Der Abriss der Friedhofsmauer von Immerath, die wieder und wieder zerstörten Kreuze - beides war Anlass für diesen Gottesdienst, in dessen Verlauf wir - natürlich! - wieder ein Kreuz aufrichteten!

Alle Fotos: © UPA

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Zwischen gestörter Totenruhe und entwendeter Zukunft

Das wieder errichtete Kreuz in Immerath als apokalyptischer Fingerzeig

 

Sonntag, den 6.6.2021 in Immerath ca. 15 h (im Anschluss an den Dorfspaziergang und an das Konzert von „Lebenslaute“ in Lützerath)

 

Die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ (KIDL) errichtet „an der Kante“ an den Orten religiöser Erinnerung immer wieder Kreuze, seit dem Oktober 2020 vier Mal in Immerath am Ort des zerstörten Doms und drei Mal auf einer verwüsteten Fläche gleich am Ortseingang von Lützerath. Diese Kreuze werden immer wieder entfernt, obwohl es sich um religiöse Symbole handelt, und obwohl die Initiative KIDL mit diesen Symbolen der absoluten Erniedrigung Gottes nichts anderes tun will als vor der Zerstörung von Gottes Schöpfung warnen.

Im Mai 2021 ist nun auch der Friedhof von Immerath eingeebnet worden, kein Gedenken mehr soll es auf der Fläche des Dorfes geben. Trotz des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes mit seiner Rüge der herrschenden Klimapolitik wird den Toten sogar ihre Ruhe genommen und damit vor allem das Gedenken der Lebenden zerstört, um die Zukunft der noch kommenden Menschen mit dem vielleicht nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandel mindestens massiv zu gefährden.

In einem der schwierigsten Bücher der Bibel, der geheimen Offenbarung des Johannes, wird die Endzeit in den Blick genommen. Mit der gebotenen Demut wollen wir die globalen Gefahren, die von einer Zerstörung Immeraths für die Kohleextrahierung ausgehen, in der Perspektive der Apokalypse in einem kurzen ökumenischen Gottesdienst in den Blick nehmen. Einmal mehr wird die Initiative KIDL am 6. 6. am Ort des zerstörten Doms von Immerath ein Kreuz aufrichten.

 

Corona: Bitte tragt euch in die Kontaktlisten ein, haltet Abstand, tragt FFP2 Masken und reist einzeln oder mit Menschen eures Hausstands an.

Trotz Regen und Hagel:

Eine schöne Wachszins-Wallfahrt!

Alle Fotos: © UPA

 

Und schon wieder gibt es ein neues Arnold-Lied, diesmal mit "überregionalem" Refrain:

Auf, denn es gibt Widerstand

Die Menschen stehen auf im Land

Auf, das ist kein Weg für uns

In Lützerath geht es rund!

Hier geht es zum Video!

Schon wieder: Kreuze in Lützerath  abgerissen

Nicht nur das am 24. April 2021 aufgestellte Kreuz (Video vom Kreuzbau), sondern auch das "Jubiläumskreuz" vom 16. Mai sind inzwischen wieder abgerissen worden.

Natürlich ist das Grundstück – nicht die Kreuze! – "Eigentum" von RWE. Trotzdem und immer wieder stehen wir fassungslos vor dieser völlig sinnlosen Zerstörung eines Symbols der Hoffnung auf eine bessere Welt, auf Versöhnung und Frieden.

Ein Jahr Gottesdienste an der Kante

"Let all who are thirsty come!"

Sonntag, 16. Mai 2021, 15 h in Lützerath

Bei schönstem Wetter feierten wir unser "Einjähriges" - und stellten ein neues Kreuz in die Wüstenei von Lützerath! Alle Fotos: © Hubert Perschke

Das Video ist inzwischen auch fertig: Jubiläum

Wachszins-Fahrradwallfahrt nach Arnoldsweiler

Oder: Was der Heilige Arnold von Arnoldsweiler mit Klimaschutz, globaler Gerechtigkeit und und kollektivem Eigentum zu tun hat

Pfingstdienstag, den 25. Mai 2021

Am Pfingstdienstag, den 25. Mai 2021, findet im Rheinischen Braunkohlerevier am Hambacher Forst wieder die Wachszins-Fahrradwallfahrt statt. Im letzten Jahr wurde die seit 640 Jahren dokumentierte und schon 1.200 Jahre alte Tradition dieser Wallfahrt wieder zum Leben erweckt.

In Arnoldsweiler liegt der Heilige Arnold (+ um 800) begraben, der als Hofmusiker Karls des Großen von diesem einst nach einem Ritt um den Wald, diesen geschenkt bekam und ihn den umliegenden verarmten Dörfern als Gemeingut übertrug. Die ca. 20 Dörfer bracten jährlich Kerzen als ihren Wachszins in die Arnolduskapelle bis ins 19. Jh. (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_von_Arnoldsweiler). Der Bürgewald blieb seit dem Mittelalter in der Hand der Dörfer und somit erhalten – bis er von RWE aufgekauft und mittlerweile zu 90% gerodet und damit unwiederbringlich zerstört wurde zur Braunkohleförderung.

Die Fahrradwallfahrt will an die Notwendigkeit kollektiv verwalteten Gemeingutes angesichts der globalen kapitalistischen Zerstörung erinnern und anregen, sich für Klimagerechtigkeit zu engagieren.

Es wird zwei Fahrradrouten geben:

1) Start in Erkelenz-Keyenberg an der Kirche um 12:30 Uhr.

Fahrradstrecke nach Arnoldsweiler: ca. 34 km

2) Start in Kerpen-Manheim an der Kirche um 14:00 Uhr. Fahrradstrecke

nach Arnoldsweiler: ca. 12 km

Beide Fahrradgruppen treffen sich in Niederzier-Ellen an der Kirche um 15:30 Uhr.

Ankunft an der Arnolduskapelle in Arnoldsweiler (Vikar-Klein-Straße): 16:00 Uhr

 

Gerne sind auch alle, die nicht mit dem Fahrrad sich beteiligen, eingeladen, direkt nach Arnoldsweiler zu kommen. Bereits ab 15:00 Uhr wird es musikalische Beiträge vor der Arnolduskapelle geben. Die Kapelle kann coronabedingt leider nur einzeln betreten werden.

Bringt gerne verzierte Kerzen mit!

Weitere Infos unter: http://naturfuehrung.com/hambacher-forst/

Veranstaltet von: Buirer für Buir, Hambi Support Aachen, Die Kirche(n) im Dorf lassen

Einladung zum Jubiläumsgottesdienst an der Kante

"Let all who are thirsty come!"

Ein Jahr Gottesdienste an der Kante

Sonntag, 16. Mai 2021, 15 h in Lützerath

Auf den Tag genau vor einem Jahr lud "Die Kirche(n) im Dorf lassen" zum ersten Gottesdienst an der Kante ein, damals auf der Maibaumwiese in Keyenberg. Heute laden wir zu unserem 35ten Gottesdienst – niemand von uns hätte damals gedacht, dass KiDl eine solche Entwicklung nehmen würde.
"Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst." (Offb 21,6) 
Es ist dieser Durst nach Gerechtigkeit, der uns alle antreibt, nicht nachzulassen in unserem Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung und ein gutes Leben für alle in Fülle.

 

Corona: Bitte tragt euch in die Kontaktlisten ein, haltet Abstand, tragt FFP2 Masken und reist einzeln oder mit Menschen eures Hausstands an.

 

Ein neues Kreuz für Lützerath

24.4.21

Am Samstag erstand - ganz unspektakulär - ein neues Kreuz auf der Abrissfläche von Lützerath. Ein Video vom Kreuzbau gibt es hier. Dank an alle "Kreuzarbeiter"!

Karfreitags-Kreuz von RWE abgerissen

Das im Rahmen des Karfreitags-Gottesdienstes in der Ödnis von Lützerath aufgerichtete (verhüllte) Kreuz wurde nach wenigen Tagen von RWE abgerissen – ebenso wie das an Weihnachten auf den Fundamenten des gefallenen Immerather Domes errichtete Kreuz.

Natürlich sind beide Grundstücke – nicht die Kreuze! – "Eigentum" von RWE. Trotzdem stehen wir fassungslos vor dieser völlig sinnlosen Zerstörung eines Symbols der Hoffnung auf eine bessere Welt, auf Versöhnung und Frieden.


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