Aktuelles

Wieder monatlich Dorfspaziergänge ab 5.2.23

 

1.2.23

"Ihr dachtet, Ihr könnt Lützerath begraben? Ihr habt wohl vergessen, dass es ein Samenkorn ist."

Unter dieser Überschrift werden wir noch oft zusammenkommen, denn der Kampf gegen RWE / die Braunkohle und für eine solidarische Welt geht weiter.

Wir treffen uns jeden ersten Sonntag im Monat an der Kirche in Keyenberg zum Dorfspaziergang, erkunden die Dörfer und erfahren, wie vor Ort die Lage ist.

Der nächste dieser Dorfspaziergänge wird

am Sonntag, den 5. Februar 23 um 12:00 h

                                                                                                                                                                              losgehen.                         

Treffpunkt ist ab 11:30 h hinter der Kirche in Keyenberg.

In der Einladung zum kommenden Sonntag heißt es:

 

"Nach einer diesmal kurzen Runde möchten wir mit euch noch gemeinsam zu "Unser Aller Camp" und dort noch gemeinsam ein wenig beim Abbau helfen, da das Camp an diesem Wochenende schließt.

 Wir freuen uns schon, euch wieder zu sehen.

 

Die nächsten Dorfspaziergänge sind dann am

 05.03, 02.04, 07.05, 04.06.......

 

Wir halten euch auf jeden Fall hier mit weiteren Infos auf dem Laufenden"

 

Kommt dazu!

Lützi lebt!

 

auch: https://verheizte-heimat.de

Bitte vormerken: FFF-Klimastreik am 3.3.23

21.1.23

Das Datum für den nächsten großen globalen Klimastreik steht! Überall in Deutschland und in zahlreichen weiteren Ländern werden FFF am 03. März gemeinsam auf die Straße gehen, um die Mehrheiten für konsequenten Klimaschutz sichtbar zu machen.

Alle zusammen für eine bessere und gerechtere Klimapolitik,

für eine Energiewende, bei der kein Dorf weichen muss

und für eine Verkehrswende, die ihren Namen auch wirklich verdient.

Auch KiDl lädt herzlich ein, dieses Datum vorzumerken!

Freispruch für Aktivisten

30.1.23

Die Anklage wegen Hausfriedensbruch gegen einen Aktivisten der Mahnwache Lützerath, die heute Morgen vor dem Amtsgericht Erkelenz verhandelt wurde, endete mit einem Freispruch für den Angeklagten.

Es gelang RWE nicht, für seine Behauptungen Beweise beizubringen.

 

Lützi lebt!      

... sie hatten aber vergessen, dass Lützerath ein Samenkorn ist!

30.1.23

Am Sonntag trafen sich ca. 35 Personen, um bei bitterer Kälte am Bildstock an der Platane neben der K12 nahe beim Ortsausgang von Keyenberg Gottesdienst zu halten.

Der Blick ging über die Ackerflächen hinweg dorthin, wo noch vor wenigen Tagen Lützerath gestanden hatte; Trauer und Zorn angesichts dieser Zerstörung bestimmten die Gespräche unter den Anwesenden.

Gegen jegliche Versuchung zur Resignation griff der Gottesdienst den Ausspruch einer kurdischen Aktivistin auf, der schon beim vorhergegangenen Dorfspaziergang am 22.1.23 als Motto proklamiert war: "Sie versuchten, uns zu beerdigen, aber sie wussten nicht, dass wir Samenkörner sind."

Es wurde ein Bogen geschlagen zu den biblischen Gleichnissen, in denen dieses aussagekräftige Bild von dem Korn, das in die Erde fällt, aber aufgeht, wächst und Frucht trägt, ebenfalls erscheint und zur Zuversicht ermutigt. Die Predigt griff das Thema ebenso auf wie die Lieder und Texte des Gottesdienstes: Es heißt weiterhin, der Gier von RWE - Ausdruck unseres Wirtschaftssystems - mit lebendigem Einsatz zu widerstehen.

Weitere Gottesdiensttermine stehen noch nicht fest, werden aber auf der Homepage und bei Twitter (https://twitter.com/Kirche_an_Kante) angekündigt werden.

solidarische Prozessbegleitung am 30.1.23

27.1.23

 

 

Am Montag, dem 30. 01, hat ein der MaWaLü nahestehendender Mensch einen Prozesstermin am Amtsgericht in Erkelenz (gegenüber vom Bahnhof).

Es wird eine solidarische Prozessbegleitung & Kundgebung geben von 10:30 – 14:00 Uhr

Kommt vorbei! Macht mit!

 

Klima schützen ist kein Verbrechen!

Einladung zum Gottesdienst am 29. 1., 15 h

Sie wollten Lützerath beerdigen, hatten aber vergessen, dass Lützerath ein Samen ist

Wir werden das Thema des Dorfspazierganges vom vergangenen Wochenende wieder aufgreifen und Jesu Gleichnis vom Samenkorn in den Mittelpunkt des Gottesdienstes stellen.

 

Wo: Am Bildstock südlich Keyenberg (Auf Open street map: Heiligenhäuschen Keyenberg) mit Blick auf das unsichtbar gewordene Lützerath, bei: 51°04'33.7"N 6°24'45.9"E

 Es gibt am Ort des Gottesdienstes keine Parkmöglichkeit, hingegen schon in der Ortsmitte Keyenberg und einige wenige Parkplätze an der Schule in Keyenberg. Wir wollen uns an beiden Seiten am Straßenrand versammeln, die bestellten Felder schonen, damit auch die dort ausgebrachte Saat reiche Frucht bringen kann.

 

Bringt bitte möglichst Sitzgelegenheiten mit. Die uns so vertrauten Bänke gibt es leider nicht mehr.

Entschuldigt bitte!

Aufgrund eines Hardware-Schadens war in den letzten Tagen eine Betreuung der Hompage nicht möglich.

Video von SeeMoreFilm

Die Räumung der Eibenkapelle

in den frühen Morgenstunden des 11. Januar 2023

alternativ hier.

Videos der letzten Gottesdienste

Wir sind in den letzten Tagen verständlicherweise nicht hinterhergekommen beim Einstellen der Videos unserer Gottesdienste und anderer Auftritte von "Die Kirche(n) im Dorf lassen". Das sei jetzt nachgeholt:

 

Pressekonferenz am 8. Januar 23

Gottesdienst und Häusersegen zum Dreikönigstag, 6. Januar 23

Gottesdienst zum Tag X, 4. Januar 23

Dorfspaziergang geht weiter - Lützi lebt!

20.1.23

Info zu Programm und Organisation:

https://verheizte-heimat.de/event/dorfspaziergang-von-keyenberg-richtung-luetzerath-dann-kuckum-konzert-dota-kehr/

Brief von Michael Zobel:

Michael Zobel lädt auch nach der Räumung mit anderen Aktivist*innen zum Dorfspaziergang ein. Er schreibt:

"Liebe Wald- und Naturschützer*innen, … liebe Mitmenschen,

 … 

 Während ich das schreibe, geht die Zerstörung ungebremst weiter:

 - RWE baut gerade den nächsten Wall, diesmal entlang der L 12 zwischen Keyenberg und Holzweiler, obwohl dem Konzern noch längst nicht alle Grundstücke dort gehören und manche Eigentümer nicht verkaufen wollen

 - in Keyenberg werden Gärten leerstehender Häuser von RWE "besucht", das Ergebnis sind vernichtete Gärten, gerodete Bäume und Sträucher, RWE möchte mit Rückendeckung der Politik den vebliebenen Einwohner*innen das Leben zur Hölle machen

 - im Landtag gab es gestern H. Reuls Märchenstunde, der unfassbare Polizeieinsatz mit knapp 4000 Polizist*innen wird von einer großen Koalition von CDU und SPD bis FDP und AfD gefeiert, herzlichen Glückwunsch:

 - 115 Menschen wurden getreten oder geschlagen - 45 Menschen wurden am Kopf verletzt - 10 Menschen erlitten Knochenbrüche - 15 Menschen mussten direkt vom Notdienst oder im Krankenhaus behandelt werden - 65 Menschen berichteten von Schlagstockeinsätzen, ein Beispiel:

 https://taz.de/Polizeigewalt-in-Luetzerath/!5906671/

- jetzt wird bekannt, dass RWE auch über 2030 Kohle verbrennen darf, wieder ein kleines Detail aus den Hinterzimmer-Absprachen, was kommt da noch alles?

 https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-01/rwe-kohleausstieg-2030-braunkohle-foerderung

 …

  Bis bald, im Wald, in den Dörfern, auf den Straßen oder vor den Baggern,

 Eva Töller, Michael Zobel, Gerd Schinkel, Todde Kemmerich, Lützi bleibt, Alle Dörfer bleiben, Mahnwache Lützerath, Kirchen im Dorf lassen und viele weitere Unterstützer*innen"

 

Zum Dorfspaziergang:

 https://twitter.com/MaWaLuetzerath

 https://twitter.com/MaWaLuetzerath/status/1616026542743642113/photo/1

Mehr zur aktuellen Entwicklung rund um Lützerath und NRWE unter anderem auf

 https://www.alle-doerfer-bleiben.de/

 https://twitter.com/LuetziBleibt

 https://twitter.com/Kirche_an_Kante

Kohle erSetzen - Sitzblockade vor dem Tagebau

17.1.23

Rund 100 Menschen der Gruppe "Kohle erSetzen!" blockierten heute die nördliche Hauptzufahrt zum Tagebau Garzweiler. Wo sonst minütlich Lastwagen die Grube anfahren, störte eine Sitzblockade den reibungslosen Betriebsablauf des Tagebaus. Die heutige Aktion war eingebettet in vielfältige Aktionen rund um die Räumung von Lützerath.

 Die Aktivist*innen fordern mit ihrer Aktion Zivilen Ungehorsams die NRW-Landesregierung dazu auf, RWE die Genehmigung zum Abbaggern der Kohle zu entziehen. Es brauche jetzt einen bundesweiten Kohle-ausstieg , der mit der 1,5-Grad-Grenze vereinbar ist. Für die Einhaltung der Klimaziele ist die Menge der insgesamt verbrannten Kohle entscheidend - und nicht allein das Ausstiegsjahr.

 "Wir sind heute hier, weil die Kohle unter Lützerath im Boden bleiben muss!", sagte Johanna Inkermann, Pressesprecherin von Kohle erSetzen!. "Auch wenn Lützerath geräumt ist, ist unser Kampf für eine

klimagerechte Energieversorgung noch lange nicht vorbei. Jede Tonne Kohle, die abgebaggert wird und jede Tonne CO2, die ausgestoßen wird, ist eine zu viel. Deswegen blockieren wir mit unseren Körpern den

Betrieb des zerstörerischen Tagebaus."

Die Aktivist*innen kritisieren die Räumung des Dorfes, bei der die NRW-Landesregierung zum Erfüllungs-gehilfen von RWE geworden sei.

Aktionstag "Lützerath unräumbar"

17.1.23

Ein breites Bündnis machte heute mit Demonstration und Aktionen des Zivilen Ungehorsams deutlich, dass das bunte Leben in Lützerath mit all seinen Orten und Formen zwar brutal weggeräumt wurde, dass aber der Geist von Lützerath nicht weggeräumt werden kann, solange die Menschen von Lützerath noch da sind.

Eine Demo war angemeldet von Keyenberg in Richtung Holzweiler. Natürlich versuchten Teil-nehmer*innen, die Stelle zu erreichen, wo einmal Lützerath gewesen war. Denn weiterhin besteht die Forderung:

Die Kohle bleibt unter der Erde!

Die Polizei hielt es für nötig, dagegen wieder mit Gewalt vorzugehen und sogar eine berittene Einheit einzusetzen. Es werden wieder Verletzungen von friedlichen Demonstrant*innen gemeldet, eine Person wurde durch Pfefferspray verletzt.

KiDl hatte im Kontext der "Unräumbar"-Demo zum Gottesdienst eingeladen (s. u.) und ging in einer Prozession hinter dem gelben KiDl-Kreuz und der "Maria von der Kante" von Holzweiler aus in Richtung Keyenberg. Die Begegnung mit der Demo zeigte wieder, wie sehr diese Gottesdienste die Solidarität unter den Aktivist*innen und die gemeinsamen Werte und Ziele ins Gebet bringen. Bezüge zur Bibel,  Hinweise auf päpstliche Texte oder geistliche Impulse zur Besinnung drücken diese Zugehörigkeit immer wieder aus.

Berichte und Bilder unter https://twitter.com/Kirche_an_Kante

und https://twitter.com/AlleDoerfer

Einladung zu Gottesdienst und Prozession am 17. 1., 10 h

„Da kehrte das Leben in sie zurück und sie stand sofort auf“ (Lk 8,55).

16.1.23

KiDl steht an der Seite des Bündnisses "Lützerath unräumbar", das zur Demo in Keyenberg auffordert!

Wir laden unsererseits zum Gottesdienst mit Prozession ein.

Treffpunkt ist am Dienstag, 17.1.23, 10:00 Uhr an der Mahnwache in Holzweiler

 

Denn mit der Zerstörung der Ortschaft ist der Kampf um Lützerath nicht beendet!

No pasarán             -             Lützi lebt!

35.000 Menschen einig im Widerstand gegen RWE

Foto: m@rcel.press
Foto: m@rcel.press

16.1.23

Über die große Demo am vergangenen Samstag, 14.1., ist viel berichtet worden.

Die Rolle von KiDl an diesem Tag erkennen wir im oben stehenden Bild.

Wir verweisen im Einzelnen auf die entsprechenden Twitter-Seiten, zum Beispiel

- https://twitter.com/Kirche_an_Kante

- https://twitter.com/AlleDoerfer

Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland erklärt Solidarität mit KiDl

 13.1.23

 

»Präses Heinrich dankt Klima-Demonstranten in Lützerath

 

Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, hat ihre Solidarität mit den Klimaschützern im rheinischen Ort Lützerath ausgedrückt. "Wir brauchen Menschen, die ihren Protest im Gebet, auf der Straße, in der Politik und manchmal auch in Baumhäusern stark machen", schrieb Heinrich in einem Beitrag im sozialen Netzwerk Instagram. Sie danke allen, die sich "gewaltlos für Klimaschutz, für Klimagerechtigkeit, für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen". ….

 

In ihrem Post lobte sie die Initiative "Kirche im Dorf lassen", die in den vergangenen Monaten die Eibenkapelle in Lützerath als ökumenischen Ort des Widerstands genutzt hatte. "Wir brauchen Orte wie die Eibenkapelle, die Hoffnung geben und Kraft zum beherzten Handeln gegen die Klimakatastrophe, auf die wir zurasen", schrieb Heinrich. «

Aus: Sonntagsblatt vom 12.1.23

Gottesdienst am Freitag: Treffpunkt Keyenberg

12.1.23

Der nächste Gottesdienst ist für

Freitag, 13.1.23, 15:00 h vorgesehen.

Die Lage vor Ort gestaltet sich sehr unübersichtlich, deshalb müssen wir uns auch auf unsere Spontaneität verlassen.

Wir treffen uns jedenfalls zum Gebet

an der Kirche in Keyenberg.

Über das weitere Vorgehen entscheiden wir dann dort gemeinsam.

Kommt zur großen Demo morgen am 14.1. !

Die Eibenkapelle ist nicht mehr

 

12.1.23

Nachdem gestern die ausharrenden AktivistInnen die Eibenkapelle in Lützerath verlassen mussten, wurde heute deutlich, dass das Gorlebenkreuz entfernt und die deckende Eibe gerodet wurden.

Ein moderner Ort einer befreienden und ökologischen Spiritualität ist den Planungen eines börsennotierten Konzerns zum Opfer gefallen. Unzählige Menschen, teilweise traditionell fromm, teilweise auf der Suche einer neuen und doch ureigenen Spiritualität, aus unterschiedlichen Religionen oder auch atheistisch, haben in diesem von der Natur geschaffenen Heiligtum Trost gefunden, in sich hinein gehorcht und Kraft für den Kampf für eine Welt im Einklang mit Gottes Plänen getankt.

Dr. Christian Wiltsch, der den Ort auf alten Karten identifiziert hat: „Vor mehr als 150 Jahren aus Dankbarkeit von den Bewohnern des historischen Hofes gestiftet, über Generationen liebevoll gepflegt, stilles Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod, jetzt mit der todbringenden Gewalt gigantischer Maschinen ausradiert. Diese Herzlosigkeit schmerzt sehr.“

Bis zuletzt haben einige aus der Gottesdienstgemeinde diesen Ort bewacht, um den Zugriff durch ihre Anwesenheit zu verhindern, und sind von der Polizei dort mit Gewalt entfernt worden. Die Zerstörung der Eibenkapelle wirft eine zentrale Frage unserer Zukunft wieder auf. Wird auch in Zukunft das „gute Leben“, für welches Menschen sich in der Eibenkapelle stärkten, für Profit verbrannt, zersägt, ohne Nutzen gefällt werden? Oder wird es gelingen einen Schatz wie diesen zu erhalten?

Bischof Ralf Meister von Hannover bezeichnete die Eibenkapelle anlässlich des Kreuzwegs für die Schöpfung als einen Fingerzeig Gottes. Dieser Fingerzeig wurde gestern und heute nicht nur mit Polizeistiefeln getreten. Das gute Leben für alle wurde in dem massiv missachtet. RWE und Polizei interessieren sich nicht dafür.

Dagegen setzen wir auch in den kommenden Tagen unseren Widerstand gegen eine für die Erde tödliche Wirtschaftsform und unseren Kampf für das Leben.

Pressemitteilung KiDl zur Störung und  Behinderung des Gottesdienstes durch die Polizei

Massive Angriffe auf das Recht auf Religionsfreiheit in Lützerath

Heute, 11.01.2023, ist es bei der gewaltsamen Räumung des Dorfes Lützerath im Rheinischen Braunkohlerevier auch zu Angriffen auf TeilnehmerInnen der Gottesdienste in und um Lützerath gekommen.

Heute Morgen wurden aus der so genannten Eibenkapelle, einem kirchlichen Grundstück im Dorf Lützerath, das als sakraler Ort seit Monaten für gottesdienstliche Handlungen genutzt wird, mehrere Personen unter Einsatz von so genannten Schmerzgriffen geräumt.

Heute Nachmittag hatte „Die Kirche(n) im Dorf lassen“, die seit vielen Monaten bereits den Widerstand im Rheinischen Braunkohlerevier mit Gottesdiensten begleitet, um 15 Uhr zu einer Prozession von Holzweiler aus in Richtung von Lützerath eingeladen.

Die ProzessionsteilnehmerInnen wurden ohne Rücksicht auf den religiösen Charakter der Veranstaltung bereits am Ortsausgang von Holzweiler von der Polizei gekesselt. Die Prozession wurde von der Polizei gefilmt und wiederholt zum Stehen gebracht. Dabei kam es auch zu gewalttätigen Übergriffen von Seiten der Polizei. Nach dem Ende der Prozession wurde der katholische Priester Manfred Esmajor vorübergehend von der Polizei festgesetzt.

„Wir sind schockiert mit welcher Gewalt die Polizei unter Missachtung des Rechts auf freie Religionsausübung unsere gottesdienstlichen Handlungen heute behindert hat“, so Anselm Meyer-Antz, Sprecher der Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“. „Wir sehen darin einen Einschüchterungsversuch. Wir lassen uns aber nicht einschüchtern und werden auch in den nächsten Tagen und Wochen Gottesdienste und Prozessionen abhalten, um den Protest religiös zu begleiten und Bonhoeffers ‚Gute Mächte‘ zu diesem Geschehen hinzuzurufen.“

Polizei stellt Gottesdienst in Frage

11.1.23

Gestern wurde die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit mehrfach eingeschränkt:

Eine Prozession von Holzweiler wurde mehrfach gestoppt, dann drangen Polizeibeamte ein, gingen gegen das Kreuz vor, und die zuvor grundsätzlich zugesicherte Einstufung als Gottesdienst wurde rückwirkend aufgehoben. Der Gottesdienst wurde zu einer nicht genehmigten Versammlung erklärt. Ein Teilnehmender wird beschuldigt, Leiter dieser Versammlung gewesen zu sein.

Natürlich steht KiDl dazu, dass der Gottesdienst ein Gottesdienst war und nichts anderes.

Prozession mit großer Teilnahme

11.1.23

An die 40 Menschen unterschiedlichen Alters, von der Jugend bis zum Greisenalter, waren an der Mahnwache in Holzweiler zusammengekommen, um am Tag der Räumung eine Bittprozession mit dem KiDl-Kreuz zu begehen.

Singend machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Lützerath. An der Holzweiler Kirche wurde eine Statio (ein Verweilen mit einem religiösen Impuls) gehalten. Die Polizei blockierte zunächst den Weg, ließ die Prozession dann aber unter ständiger Begleitung weiter der gewählten Route folgen. In einer Litanei wurde vieler Orte gedacht, an denen Menschen durch Klimakatastrophen und Umweltschäden Hab und Gut, Gesundheit, Heimat oder gar ihr Leben verloren haben, im Gebetsruf wurde wiederholt um Gottes Reich der Gerechtigkeit gebetet.

Schon vor der Ankunft am Zielgebiet ging die Prozession endgültig nicht mehr weiter. Barrieren und Polizisten versperrten den Weg schon weit vor der Grenze des vom Kreis Heinsberg beschriebenen Bereiches. Also wurde dort auf dem freien Platz vor der Barriere der Abschlussgottesdienst gehalten, in dem auch die Teinehmer*innen zu Wort kamen und ihre Sorgen und Gefühle zum Ausdruck brachten.

Als die Gemeinde nicht den Weg für ein Polizeifahrzeug freimachte, weil dies ja nun ihr Gottesdienstort war, versuchte eine Gruppe von Polizisten, die betenden und singenden Menschen mit grober Gewalt zur Seite zu drängen. Der Gottesdienst schloss mit dem Lied "Maria breit den Mantel aus", dem "Vater unser" und dem Segen.

Eibenkapelle endgültig geräumt

11.1.23

Die Bewacher der Eibenkapelle mussten heute Morgen der Aufforderung der Polizei Folge leisten und die Eibenkapelle und den Ort Lützerath endgültig verlassen.

Da die Aufforderung zunächst nicht befolgt wurde, wurde Gewalt angewendet, um die Aktivisten mit Zwang zu entfernen, dabei wendeten die Polizisten auch Schmerzgriffe an.

Eibenkapelle geräumt

11.1.23, 10:29 h

Soeben erreicht uns die betrübliche Nachricht, dass die Eibenkapelle von der Polizei geräumt wurde.

 

Wir danken von ganzem Herzen unseren KiDler*innen,

die sie in diesen Tagen verteidigt haben!

Wir wünschen den Aktivisti, die noch im Dorf sind, viel Mut und Kraft!

Vorausschau auf die voraussichtlichen Gottesdienste

11.1.23

Bei der gestrigen Telefonkonferenz von KiDl haben wir die Beteiligung wie folgt vorausgeplant:

 

Mittwoch 11.1.23 15:00 h Kreuzweg mit dem KiDl-Kreuz ab Mahnwache Holzweiler

                                                    (vgl. Einladung vom 9.1., s.u.)

Freitag      13.1.23 15:00 h Gottesdienst am Zaun

                                              "drinnen und draußen - im Gebet vereint"

                                                    Wir haben vor, auf jeden Fall einen Gottesdienst zu halten,

                                                    auch wenn die KiDler*innen schon aus Lützerath vertrieben sein sollten,

                                                    auch wenn kein Kontakt zwischen "drinnen" und "draußen" möglich ist...

                                                    Dann passen wir den Gottesdienst den Umständen an.

Samstag    14.1.23               G R O ß D E M O

Dienstag    17.1.23               Gottesdienst im Rahmen des Aktionstages

                                             Einzelheiten in den nächsten Tagen

 

Da viele verschiedene Initiativen im Widerstand vereint sind, gibt es täglich auch viele Aktionen unter-schiedlicher Trägergruppen. Wir laden herzlich ein, an diesen teilzunehmen, auch und gerade wenn eine Teilnahme bei den KiDl-Gottesdiensten nicht möglich ist.

Info dazu auf den üblichen Twitter-Kanälen.

Zugang zu unseren KiDl-Twitter-Informationen: https://twitter.com/Kirche_an_Kante

unmittelbar vor der Räumung        Mi, 11.1.23

ausharren gegen die Zerstörung

Tagebuchberichte aus dem eingezäunten Bereich         >7<

Lützerath Tag X + 7

 

Früh auf den Beinen, in 2ter und 3 ter Reihe der Aktivisti Triports und Greenpeace Container verteidigt.

 

Inzwischen zurückgedrängt bis zur Eibenkapelle, in der wir übernachten, um sie vielleicht schon morgen gegen die Räumung zu verteidigen.

 

Die Polizei setzt Tränengas und Schlagstock ein.

 

Heute um 21:00 h Gottesdienst direkt an der Eibenkapelle.

 

Betet mit und für uns! Denkt an uns, stellt eine Kerze für uns auf...

 



Ältere Meldungen findet ihr hier!