Aktuelles

Einladung zum Gottesdienst an der Kante – in Kooperation mit Maria 2.0:

 

Auf dem Weg zu Klima- und Gendergerechtigkeit

"Wo du hingehst, da will auch ich hingehen."

Solidarität als Antwort auf Formen struktureller Gewalt

 

am Sonntag, den 7. März, in Keyenberg an der Kirche, 14:30 h

 

Zeitlich zwischen dem "Weltgebetstag der Frauen" und dem Internationalen Frauentag lädt "Die Kirche(n) im Dorf lassen" zu einem Gottesdienst ein, der den Zusammenhang von Frauenunterdrückung und Umweltzerstörung, von Klima- und Gendergerechtigkeit thematisiert: Beides sind Formen struktureller Gewalt, tief in gesellschaftlichen Institutionen verwurzelt, ob durch den ökonomischen Zwang zu maximalem Profit oder eine über Jahrtausende tradierte, systematische Vorrangstellung von Männern. Beides ist von Einzelnen kaum zu verändern, denn wir alle sind in diese Denk- und Handlungsmuster zutiefst verstrickt.

Wir werden den Gottesdienst an zwei Orten feiern, die exemplarisch für die beiden Formen struktureller Gewalt stehen: Wir beginnen an der Kirche in Keyenberg, die nicht nur Symbol der Gemeinschaft von Menschen und Gott ist, sondern – leider! – auch Symbol einer Institution, die Frauen seit Jahrhunderten systematisch ausgrenzt, herabsetzt, ausbeutet. Von dort gehen wir als Prozession zum Wendehammer an der L277, "an die Kante", an den Ort von Zerstörung der Schöpfung.

Das Alte Testament beschreibt im Buch Ruth eindrücklich die Unfreiheit von Frauen - und weist einen Weg über sie hinaus: durch die unbedingte Solidarität, die das bekannte Zitat ausdrückt. „Wo du hingehst, da will auch ich hingehen“ – dies wird meist als Ausdruck romantischer Liebe verstanden. Im biblischen Buch Ruth jedoch ist diese Liebe bezogen auf die Unterdrückten, bedeutet Solidarität, die Unterschiede nicht verneint, aber in der Perspektive auf ein gutes Leben für alle hin aufhebt.

Die Predigt hält Maria Mesrian von Maria 2.0.

 

Praktische Hinweise:

– Selbstverständlich sind auch Männer herzlich eingeladen!

– Der Fußweg ist ca. 500 m lang, also für alle gut zu bewältigen.

– Corona: bitte haltet Abstand von mindestens 1,5 Metern gegenüber Menschen, die nicht aus eurem Hausstand sind. Bitte bildet in der Zeit der Pandemie keine Fahrgemeinschaften, sondern reist alleine oder nur mit Personen eures Hausstandes an.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Heilen statt spalten – Solidarität statt Ausgrenzung

Braune Kohle und COVID19 spalten, isolieren und zerstören – Jesus Christus heilt, ruft zusammen, ruft zum Aufbau

Sonntag, 14.02.2021, ca. 15 h (im Anschluss an den Dorfspaziergang), Mahnwache Lützerath

Nach bewegten Wochen im Eintreten für die Kirchen, die Dörfer und für Klimagerechtigkeit auf der ganzen Erde findet am 14.2. wieder ein Gottesdienst an der Kante ausgehend von der Mahnwache Lützerath statt. Wegen der Kälte wird er als Rundgang mit Stationen gestaltet.

Wir gedenken dabei dankend der vorläufigen Rettung der Kirche von Keyenberg und richten uns aus auf die kommenden Wochen der Auseinandersetzung um den NRW Leitentscheid. Erinnern wollen wir uns angesichts von Zerstörung und Ausgrenzung an Jesu integrierende und heilende Berührung gegenüber dem COVID19 seiner Zeit, der Lepra oder dem Aussatz. Wir erinnern daran, wie der Ausschluss von Menschen und die Exklusivität gesellschaftlichen Geschehens (handele es sich nun um profitorientierte Stromproduktion im 21. Jahrhundert oder um die Verstädterung Palästinas zur Zeit Jesu) vom „Menschensohn“ als Skandal gebrandmarkt wurde.

Das heißt nicht, dass wir die Gefahren der Pandemie geringschätzen oder ignorieren wollen. Bitte tragt Euch beim Besuch in die nur von KIDL verwahrten Kontaktlisten ein, tragt eine FFP 2 Maske, haltet Abstand von mindestens 1,5 Metern gegenüber Menschen, die nicht aus eurem Hausstand sind. Bitte bildet in der Zeit der Pandemie keine Fahrgemeinschaften, sondern reist alleine oder nur mit Personen eures Hausstandes an.

Trendwende? Wichtiger Schritt im Kampf um den Erhalt der Dörfer:

Bistum stoppt Entwidmung der Keyenberger Kirche!

Der WDR berichtet: "Die katholische Kirche in Erkelenz-Keyenberg wird vorerst nicht entwidmet. Das hat nach WDR-Informationen der Priesterrat des Bistums Aachen beschlossen. Das Gotteshaus soll für den Braunkohletagebau Garzweiler II abgerissen werden.

Das Bistum und Bischof Dieser wollen demnach erst einmal die neue Leitentscheidung der Landesregierung für Garzweiler II abwarten." Halleluja!

"Dieses Loch verschluckt sogar unsere Schreie."

Zwei schon ältere Frauen berichten aus Lützerath in einem eindrücklichen Artikel auf "Verheizte Heimat": "Danke an die beiden Verfasserinnen, dass sie uns an ihren Erlebnissen aus Lützerath, an ihrer so unterschiedlichen und letztlich gleichermaßen schmerzerfüllten Sichtweise und an ihrer Verletzlichkeit teilhaben lassen. Auch Sprache kann Gewalt sein – und nachhaltiger schmerzen als ein Fußtritt!"

Klage- und Trauer-Gottesdienst in Keyenberg, Sonntag, 24.1.21, 12 h, an der Kirche

"Mit meiner Stimme schreie ich zum Herrn; mit meiner Stimme flehe ich zum Herrn."

Etwa 120 Menschen folgten der Einladung, Schmerz und Trauer über die Ereignisse der letzten Woche gemeinsam im Gottesdienst zu verarbeiten: die brutalen Abrisse in Lützerath, die Störung unseres Gottesdienste dort am Montag, den 18.1., und schließlich – als wäre das nicht genug gewesen! – der Nachricht von der geplanten Entwidmung der Keyenberger Kirche bereits am 21. März.

Im Anschluss trafen sich etwa 30 Menschen zu Andacht und Trauerumgang in Lützerath.

Hier erste Bildeindrücke (© Alexander Franz), weiter unten der Einladungstext. Ausschnitte gibt es hier auf Video, hier der Link zum gesamten Gottesdienstes und hier zu Andacht und Umgang.

 

Einladung

Die Bilder der Zerstörung in Lützerath stehen uns allen noch vor Augen. Wir sind erschüttert, fassunglos, traurig:

"Mit meiner Stimme schreie ich zum Herrn; mit meiner Stimme flehe ich zum Herrn;

ich schütte meine Klage vor ihm aus und nenne meine Not vor ihm.

Wenn mein Geist in Ängsten schwindet, kennst Du doch meinen Pfad."

(Psalm 142, 2-4)

In dieser Situation erreicht uns die Nachricht: Die Entwidmung der Keyenberger Kirche, d.h. ihre Übergabe an RWE, ist für den 21. März geplant - entgegen der mündlichen Zusage, sie "so spät wie möglich", also im Herbst durchzuführen. Bekannt gegeben wurde dies nicht etwa durch die Bistumsleitung, die sich der Öffentlichkeit gegenüber dafür verantwortet, sondern eher zufällig, durch ein Rundschreiben der Pfarrei Erkelenz. Auch hier stehen wir fassungslos – und empört.

Aus diesem Anlaß laden wir euch zu einem Gottesdienst ein, um Trost und Bestärkung in der Gemeinschaft und in Gott zu finden. Es wird viel Raum geben, in dem wir unserer Betroffenheit und Trauer Ausdruck geben können.

Gegen 14 Uhr bieten wir außerdem einen Trauer-Umgang in Lützerath an.

Corona: Bitte tragt FFP2/medizinische Masken, achtet sorgfältig auf Abstände und tragt euch wie gewohnt in die Listen ein. Gemeinsamer Gesang ist jetzt leider auch im Freien untersagt, es wird einen "Vorsänger" geben.

Entwidmung der Keyenberger Kirche am 21. 3. 21 geplant

Keyenberger Kirche – Zum Abriss freigegeben?

Fassungslos stehen wir vor der heute, am 21. Januar, bekannt gewordenen Planung, die Keyenberger Kirche schon am 21. März zu entwidmen, also die Nutzung an RWE zu übergeben. Dies wurde nicht etwa von einer dafür verantwortlichen Bistumsleitung mitgeteilt, die vor der Öffentlichkeit dafür gerade steht, sondern eher "zufällig", durch ein Schreiben der Pfarrei Erkelenz bekannt. Auch ein Skandal.

 

Mit dieser Entwidmung durch das Bistum Aachen wird Jesus Christus aus unserer Landschaft vertrieben, ein Kleinod der Kulturgeschichte zerstört. Auch bedeutet sie den symbolischen Startschuss für die Zerstörung Keyenbergs - das doch gerade erst eine "Verlängerung" erkämpft hatte.

 

Und theologisch? Wie rechtfertigt Bischof Dieser diese Entscheidung, die eklatant gegen die Enzyklika Laudato Sí von Papst Franziskus verstößt?

 

Diese Entwidmung schränkt weiter die Möglichkeit ein, die deutschen Verpflich-

tungen aus dem Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Sie entspricht den Erwartungen der NRW-Landesregierung und der Konzernführung der RWE AG. Die Entwidmung entspricht einer zukunftslosen, nicht nachhaltigen Klimapolitik. Die Entwidmung entspricht nicht den Orientierungen des Papstes, sie entspricht nicht der Botschaft des menschenfreundlichen Gottes.

Die Kirche(n) im Dorf lassen erhebt schwere Vorwürfe gegen Polizei Aachen

Polizei stürmt in Gottesdienst

Montag, 18.1.21

Mit ca. 80 Menschen feierten wir gestern in Lützerath unseren Gottesdienst (s.u.), während RWE  Gebäude in dem noch bewohnten Dorf abreißen ließ. Die Arbeiten wurden begleitet durch ein Großaufgebot von Werkschutz und einer Einsatzhundertschaft der Polizei. Am Morgen hatten Aktivist*innen bereits mit Sitzblockaden, einem Tripod und dem Versuch von Besetzungen gegen die Zerstörung protestiert.

Als sich eine Gruppe überwiegend junger KlimaaktivistInnen, die von uns ausdrücklich eingeladen waren,  diesem Gottesdienst mit einem Transparent anschlossen, drangen PolizistInnen von zwei Seiten in die Gottesdienstgemeinde ein. Conni Senne. die - kurz nach ihrer Predigt - den Aktivis*innen entgegen ging, fand sich von Polizisten umringt, wurde gestoßen und wiederholt auf den Rücken geschlagen. Anderen TeilnehmerInnen erging es ähnlich, sie konnten sich nur mit Mühe auf den Beinen halten. Die Gottesdienstgemeinde wurde schließlich durch eine doppelte Polizeikette getrennt.

Wir forderten mehrfach erfolglos eine Erklärung des Einsatzleiters für diese Maßnahme und den Abzug der Polizeikette. Erst nach einer knappen halben Stunde konnte der Gottesdienst fortgesetzt werden.

Noch am selben Tag haben wir diese Pressemitteilung verschickt.

Hier geht es zu einem Video der Predigt, hier könnt ihr sie nachlesen und hier der Videolink zum gesamten Gottestdienstt!

 

Die Abrisse in Lützerath gehen unterdes weiter. Für Dienstag, den 19.1. hat ADB ab 7 Uhr eine Mahnwache angemeldet. Unterstützt den Kampf gegen die Vernichtung der Dörfer! Kommt nach Lützerath!

Einladung zum Gottesdienst in Lützerath

"Du hast mich aus dem Frieden hinausgestoßen; ich habe vergessen, was Glück ist." Kla, 3,17

Montag, 18.1.21, 13 Uhr in Lützerath

 

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. RWE plant, am Montag mit dem "Rückbau", der Zerstörung der Häuser in Lützerath zu beginnen.
Das Leben, das über Hunderte von Jahren diesen Ort erfüllt hat, soll nun Zerstörung und Verwüstung weichen. Wir sind traurig, entsetzt, fühlen uns ohnmächtig. Dennoch werden wir dort sein, weil wir nicht aufgeben, nicht resignieren, sondern uns der Zerstörung weiter in den Weg stellen. Gemeinsam wollen wir unserer Hoffnung Ausdruck geben, dass selbst aus Trümmern neues Leben möglich ist: "Brecht in Jubel aus und frohlockt, all ihr Trümmer Jerusalems, den Gott tröstet sein Volk, erlöst Jerusalem!" Jes 52,9
Wie immer: Seid vorsichtig, haltet Abstand, tragt Masken, tragt euch in die Listen ein!

Gemeinsames Gebet anläßlich des dritten Jahrestag der Zerstörung

Der Immerather Dom: „Landmarke im Herzen“

Samstag, 9. 1. 2021, 15 Uhr in Immerath

alle Fotos: © Hubert Perschke

Gut 40 Menschen kamen gestern zu dem sehr ruhigen Gottesdienst auf dem Boden des zerstörten Immerather Domes. Verlesen wurde die Predigt, die bereits vor drei Jahren, am Vorabend des Abrisses gehalten wurde, auch der damals gelesene Psalm. Gerade dieses Anschließen an die Proteste von damals, aber auch die Ohnmacht und Trauer von damals, war sehr bewegend.

Betroffen machten auch die Bauarbeiten von RWE, die am Westrand des Friedhofs begonnen haben (s. die obigen Fotos). Hier das Video!

 

Einladung

Am 9. Januar 2021 jährt sich zum dritten Mal der Tag des „Rückbaus“ des Immerather Doms durch eine von der RWE Power AG beauftragte Firma. Der Immerather Dom war eine Landmarke im Osten von Erkelenz. Die Vernichtung dieser Landmarke ging auch Menschen ohne explizit kirchlichen Bezug sehr zu Herzen. In den Herzen vieler Menschen aber steht der Dom noch – und er wird auch dort stehen bleiben. Die Initiative „Kirche(n) im Dorf lassen“ gedenkt am kommenden Samstag, dem 9. Januar 2021 um 15:00 h mit einem kurzen gemeinsamen Gebet am Ort des zur Erinnerung wieder und wieder errichteten Kreuzes auf den Fundamenten der gefallenen Kirche dieser „Landmarke im Herzen“. Damit soll auch ein Zeichen gegen die neuerlich in Gang gekommene Zerstörung des benachbarten Dorfes Lützerath gesetzt werden.
Das Gebet findet unter freiem Himmel statt. Die AHA-Regeln sind einzuhalten und die Nachverfolgbarkeit von (möglichen) Infektionsketten wird mit dem bewährten Sicherheitskonzept von KIDL gewährleistet.

Musik gibt es auch: Gerd Schinkel, der immer wieder wunderbare Lieder zum Immerather Dom geschrieben hat, wird ebenfalls vor Ort sein!

Petition „Kohle statt Kirchen?“ beendet

8. Januar 2021

Unsere Petition "Kohle statt Kirchen?" haben wir jetzt mit knapp 2800 Unterschriften geschlossen. Nochmal ein Dankeschön an alle Unterzeichner*innen! Wir bemühen uns derzeit um einen zeitnahen Termin bei Bischof Dieser, um die Unterschriften persönlich zu übergeben - immerhin 92 Seiten!
Inzwischen sind unsere Forderungen weit "überholt" worden: So fordern kirchliche Kreise, wie z.B. Menschen vom Diözesanrat Aachen oder dem Katholikenrat Düren jetzt den Rückkauf der Kirchen! Darüber freuen wir uns sehr! Und glauben, daß unsere Petition – und Eure Unterschriften! – ein wenig dazu beigetragen haben, die Bedrohung von Kirchen und Dörfern durch den Tagebau stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir werden Euch natürlich über den weiteren Fortgang  informieren.

Sternsingen in Lützerath, Mittwoch, 6. 1. 21, 13 Uhr

20 * C + M + B * 21: Gott segne dieses Haus

C Perschke
C Perschke

Mit rund 40 Menschen haben wir am Mittwoch in Lützerath Häuser gesegnet, die zum Abriss freigegebenen und auch noch bewohnte! Ganz traditionell mit Stern und Kreide zogen wir am Dreikönigstag durch das Dorf, mit einer wunderbaren Bläsergruppe (Danke!) und den vielen aus der Kindheit vertrauten Sternsinger-Liedern.

Dass wir auch anderes Liedut kennen, zeigte sich nach Abschluss der Segnung, als wir zwei Menschen, die seit den frühen Morgenstunden ein Dach besetzt hielten, unsere Hochachtung musikalisch zukommen ließen!

Hier geht es zu einer Fotostrecke, zum Text der Predigt und der Einladung. Und dies ist der Link zum Video.

RWE  beginnt mit Abrissen in Lützerath

Heute, am 4. Januar, hat RWE mit den Vorbereitungen für Abrisse im noch bewohnten Dorf Lützerath begonnen. Wir rufen alle auf, gegen dieses menschenverachtende Vorgehen zu protestieren. Kommt nach Lützerath, stellt euch der Zerstörung entgegen!

Hier geht es zu unserer aktuellen Pressemitteilung.

Einladung zum Weihnachtsgottesdienst mit Kreuzaufstellung in Immerath

Gott wird Mensch in Immerath

Sonntag, 27.12.20, 12 Uhr, Treffpunkt am Friedhof Immerath

 

„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben,

und die Herrschaft ruht auf seinen Schultern;

und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber,

starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ (Jes 9,5)

Trotz eisigem Sturm waren etwa 50 Menschen bei unserem Weihnachsgottesdienst in Immerath. Wir haben dort erneut ein "Baumkreuz", also ein Kreuz aus den abgeschlagenen Ästen aus Lützerath errichtet und so ein Zeichen der Dankbarkeit für die tätige Solidarität  mit den Dörfern – und die Hoffnung auf ihre Fortsetzung im kommenden Jahr gesetzt.

Während der Sturm jedweden Gesang fast unhörbar machte, verbreitete ein Bläser-Duo angemessen weihnachtliche Stimmung. Die spontan angesetzte Kollekte für die Hambi-Mahnwache, auf die am zweiten Weihnachtstag ein Brandanschlag verübt wurde (s.u.), erbrachte stolze 520 €!

Da wegen des Sturms selbst für Anwesende die Ansprache schwer verständlich war, hier der Text der Ansprache. Und hier das Video, dessen Tonqualität auch unter dem Sturm gelitten hat!

Brandanschlag auf Hambi-Mahnwache

Am frühen Morgen des 26.12. wurde vermutlich durch einen Brandanschlag das große Zelt der Mahnwache und der davor gelagerte Pavillon zerstört. Es wurden mindestens sieben Molotowcocktails gefunden – es scheint also der nächste Brandanschlag auf die Strukturen der Hambi-Bewegung gewesen zu sein. Der Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Spenden an die Mahnwache:

IBAN DE03 3705 0299 0147 2708 03

BIC COKSDE33XXX

Kreissparkasse Köln

Kontoinhaber: Initiative Buirer für Buir, Stichwort: Mahnwache

Spendenquittung möglich

Einladung zum Advents-Gottesdienst an der Kante

„Mächtige stürzt er vom Thron und er erhöht die Niedrigen"

Sonntag, den 29.11., 15:30 Uhr an der Mahnwache Lützerath

 

In der Erwartungszeit vor der Geburt Jesu besinnen wir uns im Angesicht der Zerstörung in Lützerath auf Maria aus Nazareth, die angesichts der völlig unerwarteten und überraschenden Niederkunft ihrer Cousine Elisabeth zu einem großen Lobgesang über den Schöpfer ansetzt. Die Überraschungen, die von ihm ausgehen, „stürzen Mächtige vom Thron" und bergen so auch für uns die Hoffnung, dass die Zerstörung der Dörfer und die rasante, menschengemachte Klimaerwärmung aufzuhalten sind.

Trotz eisiger Temperaturen: Während des Gottesdienstes legten wir gemeinsam einen Adventskranz aus Zweigen der gefällten Bäume von Lützerath, dessen Lichter in die Dämmerung leuchteten.
Trotz eisiger Temperaturen: Während des Gottesdienstes legten wir gemeinsam einen Adventskranz aus Zweigen der gefällten Bäume von Lützerath, dessen Lichter in die Dämmerung leuchteten.

In einer Zeit der notwendigen Isolation zur Vermeidung einer Ausbreitung von COVID19, wollen wir am Ende des Gottesdienstes unter freiem Himmel Advents- und Weihnachtslieder gemeinsam singen, bei gebührendem physischem Abstand. Bringt warme Kleidung und Mund-Nasenschutz mit und tragt euch in die Kontaktlisten ein!

Hier das Video!

Ein neues Kreuz für Immerath

C Christians for Future
C Christians for Future

Nachdem RWE das von gut zwei Wochen aufgerichtete Kreuz bereits nach drei Tagen abgerissen hat, wurde am Sonntag in einer gemeinsam von "Die Kirche(n) im Dorf lassen", Alle Dörfer bleiben, der Mahnwache Lützerath und der Initiative Lützerath lebt im Rahmen des von Michael Zobel geführten Dorfspaziergangs von Lützerath nach Immerath erneut ein Kreuz aufgestellt: Gebaut von den Aktivisten aus dem Holz des in Lützerath gefällten Walnussbaums!

"Es steht ein bisschen schief und lässt sich durchaus bewegen, aber nicht so ohne weiteres entfernen."

Hier geht es zum Text, der dazu verlesen wurde und zum Video des gesamten Dorfspaziergangs.

Offener Brief an Armin Laschet

Einseitige polizeiliche Repression in Lützerath beenden!

Angesichts der sich immer weiter zuspitzenden Lage in Lützerath appelliert "Die Kirche(n) im Dorf lassen" gemeinsam mit dem Diözesanrat des Bistums Aachen, dem Katholikenrat Düren, Pax Christi Düren, der Initiative Buirer für Buir und dem Bündnis "Alle Dörfer bleiben" an den Ministerpräsidenten von NRW: Beenden Sie die einseitige polizeiliche Repression, gewähr-leisten Sie Demonstrationsrecht und Religionsfreiheit!

Hier geht es zum vollständigen Text.

Einladung zum Gottesdienst in Lützerath

Der heilige Martin - ein Bischof an der Seite der Menschen

Mittwoch, den 11. 11., 15:30 Uhr in Lützerath

Die Rodungen in Lützerath gehen weiter, die Menschen vor Ort kämpfen um jeden Baum. Die Kirche(n) im Dorf lassen beteiligt sich an den Protesten gegen das Zerstörungswerk von RWE mit einem Gottesdienst zum bis heute populären Martin von Tour: Die meisten kennen ihn als römischen Legionär, hoch zu Ross, der von oben herab seinen Mantel teilt. Tatsächlich war der vom Balkan stammende Soldatensohn Martin Kriegsdienstverweigerer, zog als Eremit durch ganz Europa und wurde schließlich - gegen den Willen der Mächtigen - vom Volk zum Bischof gewählt. Nie saß er auf dem Bischofsthron, sondern immer auf einem Holzschemel daneben, sagen die Chronisten. Ein echtes Vorbild - gerade für die Kirche von heute!

Hier das Schlusslied "Von guten Mächten" gesungen von Gerd Schinkel, unterlegt mit Bildern von Zerstörung und Heilung …

Und hier das Video des ganzen Gottesdienstes.

Andacht im Rahmen des Dorfspaziergangs in Morschenich

Morschenich bleibt - aber wie?

Morschenich bleibt - und wird trotzdem "abgebaggert".Ein beklemmendes Video der Abrißarbeiten findet ihr hier. Im Rahmen des Dorfspaziergangs am 8. November von Michael Zobel gab es auch eine kurze Andacht, Video hier.

Alle Dörfer bleiben ruft auf zum Protestspaziergang: Freitag, 6.11., 10-14 Uhr

Stoppt die Verbrechen an den Bäumen

Der Friedhof von Immerath
Der Friedhof von Immerath

Das Bündnis "Alle Dörfer bleiben" ruft zu einem Protestspaziergang am

Freitag, den 6. 11. von 9 bis 14 Uhr

auf, unter dem Motto "Stoppt die Verbrechen an den Bäumen", mit Musik und Programm und Corona-Konzept.

In diesem Rahmen wird "Die Kirche(n) im Dorf lassen" um 2 vor 12 Uhr im Zentrumvon Lützerath eine Andacht halten.

Gottesdienst und Dorfspaziergang waren kaum zu Ende, da rückten massive Polizeikräfte an und schützen weitere Baumfällungen durch RWE in Lützerath. Bilder vom Tag (© Alexander Franz):

 

Tag X - Beginn der Rodung an der L277

Kettensägenmassaker auf der L277

Kirche(n) im Dorf lassen protestiert mit Prozession und Gottesdienst

im Angesicht brutaler Abholzung

Foto: Christoph Schnüll / Alle Dörfer bleiben

 

Mit Prozession und Gottesdienst auf der zerstörten L277 protestierte am frühen Dienstagmorgen die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ gegen die Baumfällungen durch RWE. Nach dem Gottesdienst am Montagabend, zu dem trotz miserablem Wetter etwa 30 Menschen gekommen waren, hatten wir beschlossen, am frühen Dienstagmorgen als Prozession auf die L277 zu gehen, um dort gegen die Fällarbeiten zu protestieren bzw. sie mit einem Gottesdienst zu belgeiten.
Der Prozession schlossen sich ca. 20 Menschen an, u.a. eine Rollstuhlfahrerin. Wir kamen etwa um 5 Uhr unbehindert auf die L277. Von dort gingen wir einige hundert Meter Richtung Lützerath, vorn und hinten begleitet von je einem Fahrzeug der Polizei bzw. der Security. Ansonsten waren lange weder RWEler noch Polizei vor Ort. Mit Gesang und Lesungen warteten wir auf den Beginn der Rodungen. Ein Mensch, der sich der Prozession angeschlossen hatte, kletterte auf einen Baum und entfaltete später ein Transparent.
Erst als es begann, hell zu werden. kamen massive Polizeikräfte. Mehrfach versuchten wir, in Prozession zurück zu gehen, das wurde aber von der Polizei unterbunden. Inzwischen hatten bei Lützerath die Rodungen begonnen und kamen immer weiter zu uns. Die Bäume fielen im Minutentakt - wir sangen "Hoffnung wider alle Hoffnung".
Schließlich wurden wir von der Polizei unter dem Vorwurf des Hausfriedensbruchs in Gewahrsam genommen, die meisten der Gruppe ließen sich ohne jeden Widerstand zu dem von RWE gestellten Bus bringen, einige wenige ließen sich wegtragen. Die Räumung des Baumes haben wir nicht mehr beobachten können.
An der Sammelstelle am Skywalk wurden unsere Personalien aufgenommen (die meisten, die sich der Prozession angeschlossen hatten, haben sie umstandslos angegeben, andere haben sie verweigert), manche (auch wenn sie ihre ID vorgezeigt hatten, vor allem Frauen!) mußten eine Leibesvisitation über sich ergehen lassen. Diejenigen, die ihre ID angegeben hatten, wurden nach und nach entlassen, den anderen den Transsport in die GESA Aachen angedroht. Auch sie wurden allerdings gegen mittag - auf richterliche Anordnung - alle freigelassen.

 

„Die Zerstörung und Vertreibung hier in Immerath ist Teil der weltweiten Zerstörung, die uns immer weiter in die Klimakatastrophe treibt. Wir sind als Christinnen aufgerufen, uns dem mit allen Kräften entgegenzustellen.“ (aus der Predigt in Immerath)

 

Zur Pressemitteilung

Einladung zum Tag X-Gottesdienst

"...ein Schutz in Zeiten der Not" (Psalm 9,10)

Grüne Schutzlinie der Dörfer erhalten - alle Allee-Bäume bleiben!
 
Gottesdienst am Montag, 2. 11. 2020 um 18 Uhr am Wendehammer an der L277 in Keyenberg
 
Der Beginn der Rodung der Allee-Bäume an der ehemaligen L277 zwischen Keyenberg und Lützerath durch RWE am Dienstag, 3. November bedroht nun akut die Dörfer. Die Bäume stellten bisher noch eine grüne Schutzlinie der Dörfer dar und garantierte einen gewissen Abstand der Bagger von Keyenberg und Lützerath. Wenn diese Bäume fallen wächst die Angst bei den Dorfbewohner*innen.
Das können und wollen wir nicht akzeptieren.
Deswegen lädt die Initiative ""Die Kirche(n) im Dorf lassen" unmittelbar vor Beginn der Rodungsarbeiten am Montag, 2. November (Fest Allerseelen) um 18 Uhr ein zum Gottesdienst am Wendehammer an der L277 in Keyenberg. Unter dem Thema "...ein Schutz in Zeiten der Not" (Psalm 9,10) werden wir singen, beten und unseren Widerstand vor die Allee-Bäume tragen. Als Christ*innen möchten wir die Solidarität mit den Dorfbewohner*innen zum Ausdruck bringen und ein Zeichen für den notwendigen Schutz durch die Bäume an der L277 setzen.
Bringt bitte warme, regenfeste Kleidung, heiße Getränke und Sitzgelegenheiten für euch (gerne auch windfeste Kerzenlichter) mit.
Hier geht es zum Gottesdienst als Video.

Gottesdienst an der Kante in Immerath

Ein Zeichen der Hoffnung setzen: 

Von der Zerstörung zum Wiederaufbau des Tempels

Hl. Messe mit Aufrichtung eines Kreuzes am Ort des zerstörten Immerather Domes*

Samstag, den 31. Oktober, 15 Uhr, Treffpunkt am Friedhof Immerath

 

Die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen" lud zum Gottesdienst nach Immerath: Am alten Friedhof gedachten wir der Toten – der hier begrabenen wie der Opfer von Klimazerstörung und Ungerechtigkeit weltweit. Danach ging wir in kurzer Prozession an den Ort des zerstörten Domes, um dort ein bleibendes Kreuz der Hoffnung aufzurichten und Messe zu halten.

Hier geht es zu Fotos, Videolink, unserer Pressemitteilung, dem Text der Predigt und der Einladung.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Prozession und Andacht zum Schutz der Bäume an der L277

"Denn mit sehnsüchtigem Verlangen wartet die Schöpfung auf die Offenbarung der Kinder Gottes." Röm 8,19

 

Sonntag, den 25. Oktober, 15 Uhr (im Anschluss an den Dorfspaziergang), Wendehammer Keyenberg


RWE hat inzwischen einen tiefen Keil bis kurz vor die L277 gegraben (etwa auf der Höhe der alten Borschemicher Straße, dem Ort unserer ersten Nachtwache). Dort wird es vermutlich die ersten Fällungen geben. Wir gehen daher am Sonntag in Prozession vom Wendehammer Keyenberg aus dorthin und halten Andacht für die Bäume.

Der Gottesdienst fand unter starker Beteiligung der Polizei statt - die uns zwar den Hinweg gestattet hatte, aber dann überraschend den Rückweg versperren wollte.

Hier geht es zum Video.

 

Fotoimpressionen (© Alexander Franz):

Einladung zum Gottesdienst an der Kante gestaltet von den Christians for Future, Aachen

Erntedank - trotz drohender Rodung an der L277 und Vernichtung von Ackerland durch RWE

Sonntag, den 4. Oktober, 18 Uhr, Mahnwache Lützerath

 

Oktober, das ist die Zeit, für die Ernte des Jahres zu danken. Wie müssen wir einen solchen Dank denken, angesichts des Beginns der Rodungssaison, die die Bäume an der L277 bedroht, angesichts des vorrückenden Baggers, der völlig sinnlos wertvolles Ackerland vernichtet?

Hier geht es zum Video!

"Rodungssaison" an der L277 beginnt

24. September 2020

Rodungssaison - wie viele andere auch hatten wir gedacht, dieses Wort hätte für uns seinen Schrecken verloren. Aber nicht nur im Danni droht Räumung und Rodung, auch an bei den bedrohten Dörfern: RWE hat angekündigt, sein Vernichtungswerk fortzusetzen, die Bäume an der zerstörten L277 zu fällen. Nach der Roten soll jetzt auch die Grüne Linie fallen.
Die Kirche(n) im Dorf lassen will sich an den zu erwartenden Protesten beteiligen und braucht Eure Unterstützung: Da der Termin der Fällungen - der Tag X - nicht bekannt ist, müssen wir vorbereitet sein und schnell reagieren. Wir bitten Euch daher: Tragt Euch mit Handy-Nummer oder Email auf unseren Tag-X-Verteiler ein, dann werden Euch umgehend über den Beginn der Rodung bzw. unsere Aktionen informieren.

 

"Hör nicht auf mich zu träumen gott
ich will nicht aufhören mich zu erinnern
daß ich dein baum bin
gepflanzt an den wasserbächen
des lebens"

 

Dorothee Sölle
Aus: Loben ohne lügen, Gedichte


Da zu befürchten ist, dass RWE schnell Fakten schaffen will und schon am 1. Oktober die Kettensägen anwirft, werden einige von uns dann ab dem frühen Morgen vor Ort sein - wir freuen uns über Unterstützung.
Tag-X-Verteiler: Bitte formlose Mail mit Handy-Nummer oder Mailadresse an:
kirchen-im-dorf-lassen@t-online.de

Gottesdienste an der Kante am Aktionswochenende 25. bis 27. September 2020

Hier stehen wir - und könnten anders!

Erste Eindrücke vom Aktionswochenende 25. bis 27. September 2020

 

Wir hatten viel geplant (s. Einladung unten) - es wurde dann doch vieles ganz anders. Als Reaktion auf das Verbot der Demo von Fridays for Future, ADB und der Antikohle-Kidz entlang der Tagebaukante brachen wir Samstag Mittag zu einer Feldprozession auf (hier ein Video), die uns tatsächlich an die Tagebaukante führte.

Auf dem Rückweg erfuhren wir von der Wiedereröffnung des Keyenberger Hofes, der letzten, inzwischen aber von RWE gekauften und geschlossenen Gaststätte in Keyenberg. Spontan versammelten wir uns vor ihrer Tür zu einem Solidaritätsgottesdienst. Wir verlegten unser gesamtes Programm - die abendliche Messe, die Liturgische Nachtwache und den Abschlußgottesdienst am Sonntag vormittag - dorthin. Da die Polizei praktisch ganz Keyenberg absperrte, war es leider vielen Menschen nicht möglich, daran teilzunehmen. Daher dokementieren wir hier alle Gottesdienste und weitere Aktionen:

- Feldprozession am Samstag Video

- Andachten und Messe am Samstag Video

- Auszug des goldenen Fingers und unser Abschlußgottesdienst Video

- Dorfspaziergang am Sonntag Video

 

Fotos unserer Gottesdienste sammeln wir hier.

Einladung: Hier stehen wir - und könnten anders!

Umfangreiches Programm von „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ an der Mahnwache Lützerath

 

Am letzten September-Wochenende wird es vielfältige Proteste gegen den lebensfeindlichen Tagebau Garzweiler geben, u.a. demonstrieren die „Fridays for Future“ gemeinsam mit „Alle Dörfer bleiben“, auch das Bündnis „Ende Gelände“ hat Aktionen zivilen Ungehorsams angekündigt - um nur diese zu nennen.

Auch wir beteiligen uns an diesen Aktionstagen für weltweite Klimagerechtigkeit mit einem umfangreichen Programm – in unseren eigenen Formen des Widerstands. Damit wollen wir allen, die sich an den Demonstrationen oder Aktionen zivilen Ungehorsams aus den unterschiedlichsten Gründen nicht beteiligen können, eine Möglichkeit bieten, aktiv und gemeinschaftlich Solidarität mit den Aktivist*innen zu üben: Hier stehen wir – und könnten anders!

Am Samstagabend beginnen wir mit einer katholischen Messe, in der christliche Positionen zu zivilem Ungehorsam thematisiert werden. Es schließt sich eine Liturgische Nachtwache an, in der wir uns in Gebeten, Liedern und Texten solidarisch mit denjenigen verbinden, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Blockade, im Kessel oder in Polizeigewahrsam befinden. Jede und jeder bleibt, solange es passt, kann kommen und gehen – und wiederkommen. Denn am Sonntagmorgen gibt es – angeboten von „Alle Dörfer bleiben“ – ein offenes gemeinsames Frühstück, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Den Abschluss bildet ein weiterer Gottesdienst um 11 Uhr.

 

Dorothee Sölle

Argumente für die Überwindung der Ohnmacht

Wir haben den längeren Atem

wir sind unterwegs in größerer Hoffnung

zu uns gehören die Empfindsamen und Unruhigen

Und die nicht verbittern in traurigen Erfahrungen

Und die hierbleiben

nicht weggehen

wohin die Sonne untergeht

noch wegtreten nach innen

die aber erleben wollen

die menschliche Gemeinschaft

wo ausstrahlt das Licht

Bei uns hat schon mal einer

alle geladen zum Fest.

 

Praktisches

Das Erreichen der Mahnwache wird an diesem Wochenende sicherlich erschwert werden. Rechtlich muß aber allen der Zugang – mit „zumutbarem“ Fußweg – gewährt werden. Probleme bitte unter 015201339091 melden.

Wenn möglich Sitzgelegenheit mitbringen, für die Nachtwache Essen und Trinken sowie warme und regenfeste Kleidung. Und natürlich halten wir Abstand!

Aktuelle Infos oder Änderungen unter Die Kirche(n) im Dorf lassen.de oder @Kirche_an_Kante.

 

Unser Programm im Überblick:
„Hier stehen wir – und könnten anders“
Samstag, 26. 9.

18 Uhr:                Messe
anschließend:      Liturgische Nachtwache

Sonntag, 27. 9.
ab 9 Uhr:            offenes gemeinsames Frühstück
11 Uhr:               Abschluss-Gottesdienst  

Video-Führung durch die Keyenberger Kirche

Ingo Bajerke führt durch die Heilig-Kreuz Kirche Keyenberg am Tagebau Garzweiler II

 

Der Keyenberger Ingo Bajerke nimmt uns mit auf seine sehr persönliche Spurensuche. Mit ihm reisen wir durch die Geschichte der Kirche und entdecken Schätze aus der reichhaltigen Ausstattung. Aber auch der drohende Verlust seiner "Heimatkirche" wird angesprochen. Sehr ruhig und mit spürbarer Ehrfurcht vor dem kulturellen Erbe der 1.300 Jahre alten Anbetungsstätte, ausgestattet durch zahlreiche Generationen von Keyenbergern, möchte man sich gleich auf den Weg in dieses einzigartige Denkmal machen. Zum Video.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

"So werden die Letzten Erste sein, die Ersten Letzte sein"

Sonntag, 20.9., 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg entlohnt der Besitzer alle Arbeiter mit einem Denar, unabhängig davon, wie lange sie an dem Tag gearbeitet haben. Ein Denar war die Summe, die ein Mensch brauchte, um satt zu werden, um leben zu können. Das ist die Gerechtigkeit Gottes: Jeder Mensch - ohne Unterschied - bekommt, was für einem guten Leben benötigt wird.
Es gibt kein Sonderrecht für einige wenige, aus Profistreben andere Menschen auszubeuten, Menschen ihre Heimat zu nehmen, die Schöpfung - die unser aller Lebensgrundlage ist - zu zerstören.

Hier geht es zum Video!

Starke "Besetzung" in der Keyenberger Kirche

13. September 2020

© Ralph Kettler
© Ralph Kettler

Eigentlich sollte die Keyenberger Kirche am Tag des offenen Denkmals geschlossen bleiben. einigen Gemeindemitgliedern gefiel das gar nicht - sie blieben nach der Messe daher einfach singend sitzen. Damit ermöglichten sie vielen Menschen den Besuch der Kirchen, von denen sich manche auch angesprochen fühlten, gleichfalls zu bleiben und mitzusingen. Nach kürzerer Diskussion hatte auch die Küsterin Verständnis, die Kirche blieb bis ca. 15.30 Uhr für Publikum geöffnet!

Ein kurzes Video vom "offenen Singen" an diesem Tag findet ihr hier.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Die Kraft der Erinnerung für die Kämpfe der Zukunft

Zum Tag des Denkmals: Gottesdienst in einer Hofanlage in Lützerath

Sonntag, den 13. September, 18 Uhr, Treffpunkt an der Mahnwache Lützerath

Auch wir feiern den Tag des Denkmals: Von der Mahnwache gehen wir als Prozession, vorbei an alten Wegekreuzen in eine Hofanlage aus dem 18. Jh. – mitten in Lützerath!

Thema des Gottesdienstes werden Erinnerungen sein, ganz konkret an diesen Ort oder an andere Orte, die uns persönlich wichtig sind. Welche Bedeutung haben solche Orte, unsere Erinnerung an sie für uns heute? Wie können wir – angesichts ihrer Zerstörung – Kraft aus ihnen schöpfen? Hier geht es zur Predigt und hier zum Video!

Solidaritätsgottesdienst in Gütersloh

Sonntag, 19. September, 13 Uhr

in der Martin-Luther-Kirche

 

Gute Ideen setzen sich durch! In Gütersloh wird es am 19. September einen Solidaritäts-Gottesdienst mit den bedrohten Dörfern geben. Veranstalter ist die dortige Gruppe der "Christians for future".

Gerne mehr davon! Wir bieten Gruppen, die ähnliches überlegen oder schon planen bei Bedarf unsere Unterstützung an. Schreibt uns einfach!

 

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

In Sorge um unser „Gemeinsames Haus“

Gottesdienst des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Aachen

Sonntag, den 6. September, 18 Uhr, an der Mahnwache Lützerath

„Die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegenüber den Armen, das Engagement für die Gesellschaft und der innere Friede (sind) untrennbar miteinander verbunden.

(Papst Franziskus, Laudato Si' 10)

In Kolumbien, dem Partnerschaftsland des Bistum Aachen, wird wie auch hier im rheinischen Revier, Raubbau an der Natur und den Menschen betrieben. In diesem Gottesdienst möchten wir unsere Solidarität mit den Menschen in Kolumbien ausdrücken, die unter dem Steinkohlebergbau leiden, mit den Umweltaktivisten und -aktivistinnen, die ermordet worden sind, weil sie sich gegen internationale Konzerne stellen und mit den indigenen Völkern, die ihre Lebensgrundlage durch den Abbau der Steinkohle verloren haben.

Hier der Link zum Video!

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

David gegen Goliath - die Kräfteverhältnisse ins Wanken bringen

Samstag, den 29. August um 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

Das Ergebnis schien fest zu stehen, doch Mut, Entschlossenheit und Taktik ließen David gegen Goliath siegen. Auch wir stellen uns dem zerstörerischen Handeln von RWE entgegen - mit Mut, Entschlossenheit und in der Hoffnung auf den Gott des Lebens.

Bringt bitte Sitzgelenenheiten mit. Nach dem Gottesdienst ist Raum für gemeinsames Esen und Gespräche.

Hier geht es zu Predigt und Videolink.

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

„Wir können nicht denken, was wir nicht tun." (Dorothee Sölle)

Christ*in sein und Widerstand


Sonntag, den 23. August um 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

Inzwischen feiern wir den sechsten Gottesdienst „an der Kante": Staunend  stehen wir vor dieser neuen, überraschenden Erfahrung. Sie öffnet Räume - so wie sich bei unserem letzten Gottesdienst der Raum der L277 öffnete! Sie hat die Kraft zu verändern. Sie öffnet Räume, das „ganze andere" erst zu denken.

Bringt bitte Sitzgelenenheiten mit. Nach dem Gottesdienst ist Raum für gemeinsames Esen und Gespräche.

Hier die Predigt um Nachlesen und der Link zum Video!

„Der Traum ist aus?“

Befreiungstheologische Asamblea an der Kante

 

Donnerstag, 20. 8. 2020 um 18 Uhr an der Mahnwache in Lützerath

 

Christ*innen in widerständigen und befreienden Bewegungen – (wie) geht das zusammen? Das haben sich vielleicht auch einige in der Klimabewegung schon gefragt. Zusammen mit allen Interessierten wollen wir dieser Frage in einem Workshop nachgehen: an einem Ort, an dem sie im Miteinander der verschiedenen Gruppen in der Klimabewegung im Rheinland aktuell geworden ist. Wir wollen darüber sprechen, was für uns befreiendes Christentum heute bedeutet, wo in der Bibel wir dafür Ansatzpunkte sehen und wie wir das mit anderen widerständigen Tradition zusammen denken. Wir freuen uns auf eine spannende Auseinandersetzung und Diskussion aus unseren unterschiedlichen Perspektiven und sind gespannt auf eure Anregungen und kritischen Nachfragen!

Im Anschluss ist Raum für gemeinsames Essen und Austausch. Wer mag, bringt ein Zelt mit und übernachtet auf der Wiese! Wegen Shuttle bei der Mahnwache nachfragen: 015201339091

 

Und hier der Videolink!

Erklärung zum Besuch von Armin Laschet aus Anlass des „Abend der Hoffnung“ im Münsteraner Dom

12. 8. 20

Mit dem Besuch Armin Laschets im Münsteraner Dom leistet die katholische Kiche aktive Wahlkampfhilfe für einen Ministerpräsidenten, der sich im Kampf gegen die Klimakatastrophe klar an die Seite von RWE stellt. "Die Kirche(n) im Dorf lassen" schließt sich den Protesten vor Ort an und verlas dort eine Erklärung, die vollständig hier nachzulesen ist.

Gottesdienst am 9. 8. 20 auf der L277 bei Keyenberg

„… sie hatten alles gemeinsam“ (Apg 4,32)

Gelebte Solidarität gegen die falschen Versprechen des Privateigentums

Etwa 300 Menschen waren zum Dorfspaziergang des Bündnisses "Alle Dörfer bleiben" gekommen – und dieser ging direkt in eine Prozession über, die auf die zerstörte L277 führte. Dort feierten wir Gottesdienst, der sich mit den verschiedenen Formen, die Teilhabe an materiellen Gütern zu organisieren, aus befreiungstheologischer Perspektive beschäftigte.

 

Fotos, Predigt und Videolink findet ihr hier.

Vierter Gottesdienst an der Kante

Kein Tanz ums Goldene Kalb

Gottesdienst des Lebens statt Götzenkult der Zerstörung

 

Sonntag, 2. August 2020, 18 Uhr an der Mahnwache Lützerath

auf dem Wendepunkt der L277

 

Erneut kamen viele Menschen zur Mahnwache Lützerath, um dort gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Und diesmal fand er wirklich "an der Kante" statt: In einer Prozession zogen wir bis unmittebar vor den Wall, in unmittelbare Nähe des Baggers.

Einladung, Fotos und Videolink findet ihr hier.


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