Aktuelles

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

„Dein Wille geschehe“

 

Samstag, 23.10.21, 15 Uhr, Lützerath

 

„Dein Wille geschehe“- diese Textzeile des „Vater unser“ klingt in einer Zeit von Individualismus und Selbstbestimmung schon fast provokant. Denn Jahrhunderte lang wurde diese Zeile benutzt, um bei den Menschen ein eher passives Hinnehmen, ja Resignation angesichts der bestehenden Verhältnisse, angesichts von Unglück und Elend zu fördern. Doch was ist der "Wille Gottes"? Und wessen Wille zählt tatsächlich in dieser Welt, wird umgesetzt, geschieht?

Diesen Fragen möchten wir in unserem Gottesdienst nachgehen, möchten uns darüber austauschen, was „Dein Wille geschehe“ für uns bedeuten kann.

 

Vorankündigung: Samstag, 30.10.21, 15 h in Lützerath

Gorlebener Gebet an der Kante

Menschen der Initiative "Gorlebener Gebet", die seit über 30 Jahren Gottesdienste am geplanten Atom-Endlager im Gorlebener Wald feiert, besuchen Lützerath! Und werden am Samstag, den 30.10, am Vorabend des Reformationstags, dort einen Gottesdienst gestalten, zu dem wir alle herzlich einladen.

Mittwochs, 14 bis 16 h

Asambleas an der Kante

Theologisch-politische Gesprächsrunde an der Eibenkapelle

In den nächsten Wochen lädt "Die Kirche(n) im Dorf lassen" immer mittwochs von 14 bis 16 Uhr zu theologisch-politischen Gesprächsrunden ein. Themen können u.a.sein:

Postkoloniale Theologie - was ist das?

Das Abenteuer Kidl: Warum eine christliche/religiöse Klimabewegung? Traditionen des Widerstands: Die Armutsbewegung des Mittelalters als Antwort auf frühkapitalistische Wirtschaftsformen

Traditionen des Widerstands: Religiöse Frühsozialisten in Frankreich

Das Bekenntnis von Accra (2004): Verurteilung des Neoliberalismus als häretisch Diese Wirtschaft tötet: Kapitalismuskritik bei Papst FranziskusUnd wenn ihr ein ganz anderes Thema mitbringt: Wir freuen uns!

All dies wird nicht dozierend-theoretisch, sondern in gemeinsamem Gespräch bearbeitet, entspannt bei Kaffee und (selbst mitgebrachtem) Kuchen. Und falls das Wetter mal nicht mitspielt, ziehen wir um an die Mahnwache.

Dem Rad in die Speichen gefallen

9.10.21

 

In einer Prozession brachten gestern Menschen ein schützendes und mahnendes Kreuz zwischen den Bagger und die Mahnwache Lützerath. Zumindest symbolisch wurde so dem Rad in die Speichen gegriffen.

 

Das Kreuz stand auch heute noch, während des Dorfspaziergangs. Es gab kleine Ausflüge ans Kreuz, es wurde gesungen, Lichter und Blumen wurden aufgestellt.

 

Hier das Video des Gottesdienstes.

Fotos: UPA

Ein ganz besonderes Video:

Erster Oktoberdorfspaziergang Lützerath 2021

Einige Menschen von der Mahnwache Lützerath und andere VerteidigerInnen des kleinen rheinischen Dorfes haben kurzfristig am 3. Oktober 2021 den ersten Dorfspaziergang im Oktober durchgeführt. Dies haben wir in einem Video dikumentiert: Wir legen die detailreichen und betroffen machenden Erläuterungen der #Heimatplanetenverteidiger*innen allen ans Herz, die sich auf den Weg nach Lützerath machen, um die Zukunft von Mutter Erde zu sichern und sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Ein Aktivist, der den ganzen Kreuzweg für die Schöpfung durch alle Widrigkeiten mitgelaufen ist, erläutert die Geschichte der #Eibenkapelle und des Wackersdorf-Gorleben-Garzweiler-Kreuzes. Die #Eibenkapelle, ein etwa 40 m² großes Stück Land am Eingang des Ortes, überwölbt von einem natürlichen Dach aus Eiben, wird in den kommenden Wochen der Bezugspunkt des Protestes von KIDL sein. So wie sie aus dem Nichts der Vergessenheit wieder auftauchte, fällt es schwer, ihren Fund, ihre Freilegung, ihre Akzeptierung von Menschen so unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen als etwas Zufälliges aufzufassen. Wie sich die Eiben in der Eibenkapelle über den alten Standort des verschwundenen Wegekreuzes beugen, so beugt sich hier das Metaphysische über die im Braunkohlentagebau geschundene Schöpfung. So wie in der Mitte des ummauerten Fünfecks ein frischer Spross den Weg durch die Fundamente gesucht hat, so keimt in der Eibenkapelle "Hoffnung wider alle Hoffnung" für eine lebenswerte Zukunft zukünftiger Generationen.

Eckarts Grundstück ab 1. November akut bedroht:

Aachen lehnt Eilanträge gegen vorzeitige Besitzeinweisung ab!

Verwaltungsgerichts Aachen hat die Eilanträge von Eckart Heukamp und seinen Mietern abgelehnt. Damit bestätigt es die von RWE beantragte sogenannte "vorzeitige Besitzeinweisung": Das ist eine Verfügung, die RWE ab dem 1. November den Zugriff auf Eckarts Grundstücke gibt, obwohl das Enteignungsverfahren juristisch noch nicht abgeschlossen ist.  Gegen diese Entscheidung kann Beschwerde eingelegt werden - was auch geplant ist.

Was bedeutet das für uns? Bleibt wachsam, haltet euch bereit, ab dem 1. November kann es in Lützerath ums Ganze gehen!

Einladung zum Gottesdienst an der Kante (mit Kreuzaufstellung)

Dem Rad in die Speichen fallen

Samstag, 9.10.21, 15 Uhr, Lützerath (Wendehammer)

„Es reicht nicht, die Opfer unter dem Rad zu verbinden. Man muss dem Rad selbst in die Speichen fallen.“ Dies sind Worte Dietrich Bonhoeffers aus dem Jahr 1933. Die Nationalsozialisten hatten den Arierparagraphen erlassen, mit dem sie jüdische Menschen politisch und gesellschaftlich entrechteten. Die große Mehrheit in Deutschland schwieg. Auch die evangelische Kirche vollzog diesen Schritt und schloss getaufte jüdische Menschen aus. Sie stellte so die rassistisch begründete Trennung über die mit der Taufe begründete Gemeinschaft. Viele Jahre lang beschäftigte sich Bonhoeffer mit der Frage, welche Formen des Widerstands vertretbar, mit christlicher Überzeugung vereinbar sind.

Im Angesicht des sich immer weiter ins Land fressenden Baggers wollen wir in diesem Gottesdienst den Worten Bonhoeffers nachspüren. Und wir werden nach Parallelen suchen zu unserer aktuellen Situation, uns von dem Menschen Bonhoeffer in unserem Widerstand inspirieren lassen.

Aktion Platznehmen von Alle Dörfer bleiben!

Entspannter Nachmittag in Lützerath

1.10.2021

Entgegen vieler Befürchtungen verlief der erste Tag der Rodungssaison entspannt. Erfolgreich wurden zwei Bagger und ein Absetzer besetzt, eine Lieferung von Bauzäunen nach Lützerath wurde verhindert. Viele Leute hatten viel Spaß, so kann es gerne weitergehen!

 

Gottesdienst vor und Verhandlung im Amtsgericht Erkelenz

Freispruch zweiter Klasse?

30.9.21

Trotz des ungewöhnlichen Ortes und des ungewöhnlichen Zeitpunkts: Etwa 20 Menschen kamen zum Gottesdienst "Lass Gerechtigkeit regnen, um die wegen angeblichem Hausfriedensbruchs angeklagteAktivistin von "Die Kirche(n) im Dorf lassen" zu unterstützen. Leider durften die allermeisten nicht mit in den Gerichtssaal, blieben aber - oft singend! - bis zum Ende vor Ort.

(Hier geht es zu Predigt und Video.)

 

Freispruch zweiter Klasse?

Am 3. November 2020 wurden von RWE auf 3 km alle Alleebäume an der L277 zwischen Keyenberg und Lützerath gefällt. Dieses "Massaker an den Bäumen" begleitete "Die Kirche(n) im Dorf lassen mit Prozession und Andacht auf der abgerissene Straße. Dies betrachtete RWE als Hausfriedensbruch.

Dem konnte sich das Amtsgericht Erkelenz jedoch nicht anschließen. In einem ersten Verfahren gegen Cornelia Senne beantragte die Staatsanwaltschaft (!) nach mehrstündiger Verhandlung und zahlreichen ziemlich widersprüchlichen Zeugenaussagen die Einstellung des Verfahren - ohne AUflagen, die Kosten trägt die Staatskasse.

"Ich stimme der Einstellung zu - aber nur schweren Herzens. Ich hoffe, in einem der Folgeverfahren wird die Sachlage eindeutig geklärt werden und die beiden Mitangeklagten klar freigesprochen."

Es ging letztlich um die Frage, ob die L277 am 3. November 2020 tatsächlich komplett umfriedet war. "Noch am 30. Oktober haben wir in Immerath Gottesdienst mit 150 Menschen gefeiert. Ich selbst habe telefonisch vom Ordnungsamt Erkelenz damals die Auskunft erhalten, der Zugang nach Immerath sei Fußgänger*innen und Radler*innen zulässig. Es gab auch keinerlei Hindernisse, der Zugang war frei," so Negen Jansen von der Initiative. Und von Immerath aus war das Gelände zwischen Tagebaukante und L277 über der Weg entlang des "alten" Grubenwalls ganz unschwierig zu erreichen.

Alle Häuser bleiben!

 

Kaum ist die Wahl vorbei, will RWE in Lützerath wieder Fakten schaffen: Seit einigen Tagen

trifft RWE massiv Vorbereitungen zum Abriss von Häusern, verbunden meit entsprechenden Rodungen. Die Aktivistis in Lützerath bereiten sich derzeit auf Abrissarbeiten ab dem 1.10. vor.

Kommt nach Lützerath, beteiligt euch an den Protesten!

Menschen von "Die Kirche(n) im Dorf lassen" werden am Freitag in Lützerath sein (ab ca. 10 h, Treffpunkt an der Eibenkapelle). Auch in den nächsten Tagen und Wochen werden wir regelmäßig vor Ort sein, informiert euch über unseren Twitter oder - am aktuellsten - über Lützi lebt.

Fest stehen bereits zwei Termine:

Gottesdienst am 9.10.21, 15 h, Lützerath; anschließend (ca. 17 h) Plenum, danach Liederabend!

Gottesdienst am 23.10.21, 15 h, Lützerath


Ach ja: Und Donnerstag 10:30 h Gottesdienst vor dem Amtsgericht Erkelenz...

 

Freitag, 1. Oktober 2021, ab 11 Uhr

"Platz nehmen" an der Eibenkapelle

27.9.21

Auch "Die Kirche(n) im Dorf lassen" beteiligt sich an der Aktion "Platz nehmen" von "Alle Dörfer bleiben" am Freitag, den 1. Oktober - also pünktlich zum Beginn der Rodungssaison. Es verdichten sich die Anzeichen, daß RWE bereits früh mit Rodungen und Abrissen beginnen wird. Deshalb laden wir alle ein, sich uns an der Eibenkapelle anzuschließen - bringt (wenn möglich gelbe!) Sitzgelegenheiten und ein Picknick mit!

KiDl-Gottesdienst in der Kirche von Kuckum!

alle Fotos: H. Perscke
27.9.21
Unsere Prozession am Sonntag von der verschlossenen Kirche in Keyenberg zur geöffneten in Kuckum war sehr beeindruckend. Überhaupt war es das erste Mal, dass einer unserer Gottesdienste In einer Kirche stattfinden konnte. Besonderes Highlight war die Beteiligung der Zapatistas! Ein Video vom Keyenberger Teil des Gottesdienstes gibt es hier.

Überraschungsbesuch in Lützerath

Greta in Lützerath: "Ein Ort voller Traurigkeit"

25.9.21

 

Prominente Unterstützung erhielt der in diesem Herbst anstehende Kampf um Lützerath: Greta Thunberg besuchte Lützerath und stellte sich so an die Seite der Menschen, die den Ort gegen die drohende Zerstörung durch RWE verteigen: An die Seite von Bauer Eckart Heukamp, dem im November die Räumung droht, der Menschen von "Alle Dörfer bleiben" und der Aktivist*innen vor Ort, die die Verteidigung mit Hochdruck vorbereiten: Schon am kommenden Mittwoch, zum Beginn der Rodungssaison, startet die Aktionswoche "Alle Bäume bleiben". Gretas Rede gibt es u.a. hier.

 

Ein Überblick über die geplanten Aktionen rund um die Verteidigung Lützeraths:

29.09.- 06.10. Anti-Rodungs-Skillshare „Alle Bäume bleiben“
01.10. Beginn der Rodungssaison mit „Platznehmen“Aktion von Alle Dörfer bleiben (11-13 h)
10.10. Dorfspaziergang
29.10.-05.11. Anti-Abriss-Skillshare und Unräumbar-Festival mit Protestcamp
01.11. voraussichtlicher Räumungsbeginn

Immer Aktuelles auf Lützi lebt!

 

Auch "Die Kirche(n) im Dorf lassen" wird sich mit kurzfristig angesetzten Gottesdiensten an den Protesten beteiligen: Haltet euch bereit, schaut auf unseren Twitter-Account. Den Auftakt machen wir schon am Donnerstag vor dem Amtsgericht Erkelenz (10:30 h, Einladung s.u.)!

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Lass Gerechtigkeit regnen!

Donnerstag, 30. 9. 21, 10:30 h, vor dem Amtsgericht Erkelenz

 

Diesmal liegt die Kante in Erkelenz, am Amtsgericht: Dort findet der erste Prozeß wegen angeblichen "Hausfriedensbruchs" im Zusammenhang mit unserer Prozession auf die L277 am Tag der Rodung der Alleebäume statt. Es sind drei (der insgesamt 24) Teilnehmenden angeklagt, den Anfang macht Conni Senne von "Die Kirche(n) im Dorf lassen". 

Vor dem Gerichtstermin (12 h) feiern wir gemeinsam Gottesdienst: Wir werden darin die immer wieder versuchte Kriminalisierung - auch der christlichen - Klimagerechtigkeitsbewegung beklagen, uns aber vor allem in Gemeinschaft und Solidarität für die Verhandlung stärken.

Wir zählen auf eure Solidarität!

Einladung zum Gottesdienst an der Kante

Klage und Trauer um die Kirchen in Keyenberg und Kuckum

Sonntag, 26.9. 21, 15 Uhr an der Kirche in Keyenberg, mit Prozession zur Kirche in Kuckum

 

Und Gott sprach: „Ich habe dein Gebet und dein Bitten, das du vor mich gebracht hast, gehört. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, geheiligt, um dort meinen Namen für immer niederzulegen. Meine Augen und mein Herz werden alle Zeit dort sein." (1 Kön 9,3)

Gott hat Wohnung in seinem Haus, dem Tempel, inmitten seines Volkes. Und noch immer sind Kirchen besondere, geheiligte Ort, in denen Menschen zusammenkommen, um so mehr, wenn um sie herum alles zusammenbricht. Und (nur) in der Gemeinschaft der Menschen ist Gott anwesend.

Den Menschen in Kuckum und Keyenberg wird dieser Ort jetzt genommen. Die Amtskirche selbst verbannt Gott aus seinem Haus, indem sie die Kirchen zunächst verschlossen hat und jetzt entwidmen will. Sie macht sich damit zum Erfüllungsgehilfen von RWE. Anstatt ein deutliches Zeichen gegen die weitere Zerstörung der Schöpfung - des Klimas - zu setzen, geben sie die Kirchen und Dörfer an der Tagebaukante zum Abriss frei.

In unserem Gottesdienst wollen wir der Orte - Kirchen und Dörfer - gedenken, uns gegenseitig zu stärken und zu ermutigen in unserem Widerstand gegen die Zerstörung - alle Kirchen und Dörfer bleiben! Wir wollen gemeinsam klagen und Zeugnis ablegen und diese Stimme soll nicht mehr verstummen.

Bischof Dieser beschließt Entwidmung der Kirchen in Keyenberg und Kuckum

Die Kirche(n) im Dorf lassen protestiert gegen Entscheidung in einer Pressemitteilung

 

Die in dieser Woche bekannt gegebene Entscheidung des Aachener Bischofs Dieser, die Kirchen in Keyenberg und Kuckum trotz vielfacher Einsprüche zu entwidmen, kommentiert "Die Kirche(n) im Dorf lassen" in einer Pressemitteilung: Sie sei bedrückend, und enttäuschend, nicht nur für die Menschen in den bedrohten Dörfern, ein darüber mit RWE geschlossener Vertrag nach aktueller Rechtsprechung und kirchlicher Lehre (Laudato si) sittenwidrig. Die ganze Erklärung findet ihr hier.

Presserklärung der Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“

Protest gegen Glockenklau

4. September 2021

 

In einer Presseerklärung haben wir heute gegen den Abtransport der historischen Glocken von Heilig-Kreuz Keyenberg und die entsprechende Erklärung der Pressestelle des Bistums Aachen protestiert:

"Die Initiative DIE KIRCHEN IM DORF LASSEN fordert vor diesem Hintergrund die Verantwortlichen auf, die drei Glocken wieder an ihren eigentlichen Ort zurückzubringen. Sie warnt eindringlich vor dem sonst für die Kirche und für den Bischof entstehenden Schaden."

"Besonders enttäuschend ist auch, dass man zunächst durch die Polizei mitteilen ließ, die Glocken kämen „zur Überarbeitung“. Diese Lügen sind angesichts der Bedrängnis der in Keyenberg verbleibenden verunsicherten EinwohnerInnen und Gemeindemitglieder „schäbig“ und eines Seelsorgers ausgesprochen unwürdig"

Hier der vollständige Text.

Zwei Gottesdienste an der Kante

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Samstag, 11.9. um 16 Uhr in Lützerath an der Eibenkapelle

 

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ – dies ist das Fazit des Philosophen T.W. Adorno in seinem Werk Minima Moralia – Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Für ihn ist es unmöglich, unter kapitalistischen und faschistischen Verhältnissen ein ethisch und moralisch richtiges Leben zu führen. Es ist das neoliberale Wirtschaftssystem, in das alle, Menschen und Institutionen – mehr oder weniger – verstrickt sind, das ein gelungenes Leben, jenseits von Profit- und Herrschaftsinteressen, unmöglich macht.

Dagegen zeichnen viele Texte der christlichen Tradition, was ein gelungenes Leben ausmacht: Gerechtigkeit gegenüber allen Menschen, gegenüber der gesamten Schöpfung. Und in ihrer Umsetzung klingen sie heute noch – oder gerade heute – revolutionär: „Er hat Mächtige von Thronen gestürzt und und Erniedrigte erhöht. Er hat Hungrige mit Gütern gefüllt und Reiche leer fortgeschickt.“

Wenn wir gemeinschaftlich die Möglichkeit auf Veränderbarkeit zulassen, im Denken, im Fühlen, wenn wir sie in konkretem Handeln leben, gegen alle Widerstände – dann ist es Umkehr.

Hier das Video des Gottesdienstes.

 

Anlässlich des „Tag des Denkmals“ wird es einen zweiten Gottesdienst geben, der durch die Ereignisse noch zwingender geworden ist:

Die Zerstörung des Tempels – der Verrat an den Menschen und Gott

Sonntag, 12.9. um 10.30 Uhr an der Heilig-Kreuz-Kirche in Keyenberg

 

Ohne Not wurden die Glocken aus der Heilig-Kreuz-Kirche entnommen – geraubt auf Betreiben der Pfarrei Christ-König in Erkelenz und mit Zustimmung der Denkmalschutz-Behörden! Das Entsetzen der Menschen vor Ort und weit darüber hinaus über diesen Frevel ist groß, ebenso die Angst und das Gefühl der Ohnmacht. All dem wollen wir Raum geben: „Gott, höre mein Gebet, merke auf mein Flehen! Erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit.“

 

Da das Infektionsgeschehen leider wieder zunimmt, achtet bitte bei der Teilnahme auf Abstand, verwendet FFP2- oder medizinische Masken, und richtet Euch nach der Coronaschutzverordnung des Landes.

31. August 2021

Offener Brief an Bischof Dr. Dieser und Generalvikar Dr. Frick

Keine Entwidmung der Kirchen in Keyenberg, Kuckum und Berverath!

Im folgenden offenen Brief fordert Die Kirche(n) im Dorf lassen ein "deutliches Zeichen der Hoffnung und Zuversicht" und bietet das Gespräch an.

 


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15. August 2021

Dorfspaziergang und Lebenslaute

Im Rahmen des Kulturprogramms „Kultur ohne Kohle – eine rheinische Landpartie!", das noch bis zum 22. August 2021 auf großen und kleinen Bühnen, Wiesen und Straßen, in Höfen und Wäldern der Dörfer in der Rheinischen Braunkohle-Region stattfindet, gab es am 15. August einen Dorfspaziergang mit anschließendem Konzert des Aktionsorchesters Lebenslaute.

Weitere Info auf der Webseite von Alle Dörfer Bleiben!

Ein Video der Rede der Klimaaktivistin Luisa Neubauer findet sich hier.

Auch die WDR Lokalzeit hat die Aktion in einem sehr kurzen Bericht erwähnt (ab Minute 14:26)

13. August 2021

Aachener Friedenskreuz an der Abbruchkante

Pax christi-Mitglieder waren sich einig: "Das Aachener Friedenskreuz muss dabei sein, wenn die Pilgerinnen und Pilger empfangen werden."

Während der Begrüßungszeremonie wurde immer wieder bekräftigt, dass für die Vernichtung dieses letzten Landstriches keine Notwendigkeit besteht, dass vielmehr die klimaschädigende Energiegewinnung aus Braunkohle so schnell wie möglich eingestellt werden muss.

Der gesamte Artikel von pax christi Aachen findet sich auf der Webseite von pax christi und auch hier.

Die Ansprache von Pfarrer Manfred Esmajor kann hier nachgelesen werden.

 

1. August 2021

26. Etappe des Kreuzwegs für die Schöpfung: Von Glehn über Keyenberg nach Lützerath

Triumphale Ankunft

Alle Bilder: Kreuzweg-Gorleben-Garzweiler.de

 

Der Kreuzweg für die Schöpfung ist in Lützerath angekommen. Mehr Info und viele Bilder dieser Etappe der denkwürdigen Pilgerreise finden sich hier.

 

Es gibt auch ein Video!

24. Juli 2021

Abendgebet vor der Sommernacht. Die mahnende Wacht am Wendehammer.

Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als der Wächter auf das Morgenrot…

Seit über einem Jahr gibt es unsere Mahnwache am Wendehammer in Lützerath. Angemeldet, nachdem die Landstraße zwischen Lützerath und Keyenberg zerstört wurde und dieser Ort hier zu einem Ort wurde an dem die Welt, wie wir sie hier kannten, zu enden schien.

 

Das vollständige Abendgebet findet sich hier.

 

Update zur Eibenkapelle

Ehemaliges Kapellengrundstück in Immerath

Dieses Schreiben, das eine Mitglieder von "Die Kirche(n) im Dorf lassen" als Antwort vom Bistum Aachen erhalten hat, hört sich beim ersten Lesen sehr gut an. Wenn man es aber aufmerksam ein zweites Mal liest, und sich fragt, was genau denn wirklich verbindlich zugesagt wird, dann kommt es schon deutlich schlechter weg.

 

Sehr geehrte Frau […],

herzlichen Dank für Ihre Anfrage bezüglich des Grundstückes Gemarkung Immerath, Flur 12, Flurstück 15.

Eigentümer des von Ihnen benannten Grundstücks in Erkelenz-Lützerath ist die Pfarrei Christkönig Erkelenz, nicht das Bistum Aachen. Der Kirchenvorstand Christkönig Erkelenz hat Ihren Antrag ebenso erhalten. Er hat mit Blick auf die Leitentscheidung der NRW-Landesregierung vom März diesen Jahres entschieden, dass Grundstück nicht zu verkaufen. Da, so der Kirchenvorstand Christkönig in seiner Einschätzung, mit der neuen Leitentscheidung davon auszugehen ist, dass die Dörfer bestehen bleiben, ist die Kirchengemeinde daran interessiert, die Fläche zu erhalten.

Eine endgültige Entscheidung ist allerdings mit der Leitentscheidung erst einmal vertagt. Bischof Dr. Helmut Dieser sieht dies mit tiefer pastoraler Sorge mit Blick auf die Situation der Menschen in Erkelenz und Umgebung. Er fordert eine wesentlich frühere Entscheidung für den Erhalt der bedrohten Orte und für einen breit angelegten Prozess der Neugestaltung. Zugleich wird das Bistum aber weiterhin auch die Umsiedler beim Aufbau der neuen Orte und bei der Gestaltung des

Miteinanders unterstützen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Marliese Kalthoff

 

Die Kirche wäre hier in der Pflicht, verläßliche und eindeutige Aussagen zu machen, um den Menschen in den Dörfen Sicherheit zu geben.

Ankündigung

„Wir sind noch nicht im Festsaal angelangt, aber wir sind eingeladen“ (Ernesto Cardenal)

Einladung zum „Gottesdienst an der Kante“ am Sonntag, 01.08.2021 zur Ankunft des„Kreuzwegs für die Schöpfung“ vom Wendland ins Rheinland

 

Am Sonntag, den 1. August wird der 500 km weite „Kreuzwegs für die Schöpfung“ vom Atommülllager Gorleben im Wendland nach Lützerath im Rheinland an der Garzweiler

Tagebaukante ankommen. Die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ empfängt den Kreuzweg gemeinsam mit vielen anderen unter Koordination der Initiative „Alle Dörfer bleiben“ (ADB) an der unmittelbar von der Entwidmung bedrohten Kirche Heilig Kreuz in Keyenberg. „Die Kirchen im Dorf lassen“ geht die letzte Strecke bis Lützerath mit. Dort wird auf dem Grundstück einer einstigen Kapelle und eines späteren Wegkreuzes das Pilgerkreuz feierlich aufgestellt werden.

Der Gottesdienst wird, wie bei Pilgerkreuzwegen üblich, an mehreren Stationen aufgeteilt stattfinden:

  • 15:00 Uhr Empfang in Keyenberg vor der Kirche mit Grußadressen unterstützender Organisationen (Koordination durch ADB), anschließend
  • Prozession nach Lützerath (Strecke: 3,5 km;)
  • 17:00 Uhr Mahnwache Lützerath,
  • 18:00 Uhr Kapellengrundstück Lützerath.

Links

Infos zum „Kreuzwegs für die Schöpfung“.

Beitrag des Domradios zum Start des Kreuzweges.

Aktualisierte Infos zum Ablauf der Veranstaltung auf Twitter.

 

Bei Teilnahme bitte auf Abstand achten, FFP2- oder medizinische Masken verwenden,

Coronaschutzverordnung des Landes befolgen und auf aktuelle Hinweise zur Coronastufe im

Land achten.

 

Gottesdienst am 24. Juli 2021:

Ein Jahr Mahnwache, ein Jahr MahnwächterInnen in Lützerath an der L277

Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als der Wächter auf das Morgenrot…

Die Initiative „die Kirchen im Dorf lassen“ beging in einem kleinen Gottesdienst am Wendehammer in Lützerath den Gedenktag der Begründung der Lützerather Mahnwache.

Neben HirtInnen sind WächterInnen ein wiederkehrendes Bild der Bibel. Die Sehnsüchte der WächterInnen werden im Psalm 130 zum Inbegriff des kurzfristig unerreichbar Scheinenden, das dann gleich dem Morgenrot irgendwann doch mit Gewissheit kommt/eintritt. „Und er (Gott) wird Israel erlösen aus all seinen Sünden“. So wie die nächtlichen Wächter in Israel müssen auch die WächterInnen von Lützerath gegen ihren eigentlichen Rhythmus wachsam sein, abhängig davon wann und wie die Bagger kommen. Doch wir hoffen mit ihnen auf die Verheißung einer Erlösung von der Klimakrise … und sind ihnen und allen, die in Lützerath für den Heimatplaneten wachsam sind, dankbar.

Vom Gottesdienst gibt es ein Video, der beeindruckende Redebeitrag der Mahnwache ist hier nachzulesen.

 

 

20. Etappe des Kreuzwegs für die Schöpfung: Beckum nach Hamm, 23.7.21

... und wieder Polizei

Polizeieinsatz Schloss Oberwerries bei Hamm: Mitglied von “Christians for Future Aachen” erlitt Kopfverletzung.

 

Es sollte eine ruhige und gemütliche Etappe durch die Natur werden...

...aber der Weg von friedlich zu gewalttätig war nicht lang.

 

 

Die schnell eingetroffene Polizei erklärte, dass die Andacht auf dem Kreuzweg keine religiöse Veranstaltung sei. Sie sei eine nicht angemeldete, und daher illegale, Demonstration. Sie drohte mit "Abräumung", falls die Pilger ihren Marsch fortsetzten. Zitat der Polizei: “Dann holen wir eben eine Hundertschaft und räumen Sie hier ab.”

Negen Jansen von “Die Kirche(n) im Dorf lassen” hielt die Andacht zum diesjährigen Hungertuch von Misereor und Brot für die Welt, das künstlerisch verfremdet den von der Polizei gebrochenen Fuß eines chilenischen Schuljungen zeigt, der dafür demonstrierte, in in die Schule gehen zu können.

Während der Andacht verlangte die Polizei die Personalien von Jonas, dem “Kreuzträger”. Als dieser sich nach längerer Diskussion umwendet, um seinen Personalausweis zu holen, wurde er von Poizisten umringt und in Gewahrsam genommen. Einer der Polizisten sagte: “Den separieren wir!”

Alle Bilder: Kreuzweg-Gorleben-Garzweiler.de

 

Die Polizei beanstandete unter anderem sowohl das Misereor Hungertuch als auch das Zitat von Papst Franziskus, “Diese Wirtschaft tötet”, als eindeutig politisch und keinesfalls religiös und sofort zu entfernen. Und zwar auch, nachdem sie auf den Aufdruck “Misereor – Brot für die Welt” auf dem Hungertuch und die Quelle des Zitates, Papst Franziskus, hingewiesen wurden.

Der bekannte Waldpädagoge Michael Zobel versuchte erfolglos, mit der Polizei zu verhandeln und wurde stattdessen in Handschellen zur Personalienfeststellung abgeführt. Nach einigem Hin und Her führte die Polizei unter ausdrücklicher Androhung des Einsatzes von Pfefferspray einen “Zugriff” durch.

Bei diesem Zugriff wurden ein Rentnerpaar von “Christians for Future Aachen” so heftig auf den Asphalt gestoßen, dass eine Frau ein Loch im Kopf davon trug, das später in Hamm ärztlich aufgenommen wurde. Ihr Ehemann erlitt einen Schock. Die Bitte der Pilger an die Polizei, einen Sanitäter für die bewußtlos am Boden liegende Rentnerin zu besorgen, wurde barsch abgelehnt. Die Polizei weigerte sich ausdrücklich, erste Hilfe zu leisten.

Erst als der herbeitelefonierte Pfarrer Ludger Schlotmann aus Beckum eintraf, entspannte sich die Lage. Nach viel zu langer Zeit erkundigte sich auch die Polizei bei dem Rentnerpaar von “Christians for Future Aachen”, ob ein Sanitäter gebraucht würde, was diese aber ablehnten, weil sie Pfarrer Schlotmanns Angebot, sie nach Hamm zu fahren, angenommen hatten.

Dem Rest der Pilgergruppe wurde schließlich erlaubt, ihren Kreuzweg weiter zu gehen. Das Mitführen und Zeigen von politischen Fahnen und Transparenten wurde jedoch ausdrücklich verboten (auch das Misereor Hungertuch und das Papst Franziskus Zitat). Die Polizei beschlagnahmte dann noch ein Handy ohne Beschlagnahmeprotokoll.
Am Ende machten sich die Pilger als geschlossene Gruppe nach Hamm auf, während die Fahrzeuge wegen der beschlagnahmten Fahrzeugschlüssel an Ort und stelle bleiben mussten.
Während die Gruppe unterwegs ist, wird Kreuzträger Jonas aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Eine entsprechende Pressemitteilung kann hier nachgelesen werden. Den Offenen Brief des Pilgers Jürgen Blüer an den Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Marc Herter, findet sich hier.

Polizei stoppt Kreuzweg in Hamm

Auf ihrem Weg zum heutigen Etappenziel Hamm wurde die Pilgergruppe des Kreuzwegs für die Schöpfung von Gorleben nach Garzweiler von der Polizei brutal gestoppt. Die Kirche(n) im Dorf lassen hat dazu eine PM versendet, ihr findet sie hier.

17. Etappe des Kreuzwegs für die Schöpfung: Stromberg nach Beckum, 22.7.21

Gottesdienst in Stromberg

Pater Davis und Pfarrerin Melanie Erben hielten gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst in der Stromberger Wallfahrtskirche. Anschließend begleiteten die beiden die Pilgergruppe auf der Etappe nach Beckum.

 

Von diesem Gottesdienst gibt es auch ein Video.

16. Etappe des Kreuzwegs für die Schöpfung: Gütersloh nach Rheda-Wiedenbrück, 20.7.21

Andacht vor der Tönnies Massenschlachterei

Mit nur 10 km ist die Etappe von Gütersloh nach Rheda-Wiedenbrück die kürzeste des gesamten Kreuzwegs für die Schöpfung. Doch dieser Spaziergang durch die grüne Natur konnte niemanden auf das vorbereiten, was die Pilger an seinem Ende erwartete: Tönnies – die größte Schlachterei Europas. Ein Ort an dem man die Gewalt regelrecht körperlich spüren kann.

Es gibt dort keinen öffentlichen Grund, darauf zu stehen und seine Grundrechte auf Demonstration oder Andacht auszuüben. Recht schnell war auch die Polizei da und machte klar: Aller Parkplatz gehört Tönnies und ist nicht zu betreten. Der Radweg hat freizubleiben. Die Autos auf der Straße dürfen nicht oder irritiert werden.

Als ihnen klar wurde, dass sie die Pilger schon festnehmen und das Kreuz beschlagnahmen müssen, um das durchzsetzen, ließ sich die Polizei auf einen Kompromiß ein: Die Autos kommen weg, die Fahnen und Plakate werden zurückgenommen. Dafür darf auf dem Grünstreifen gepicknickt werden.

Abschließend betonte ein Polizist noch, dass dies aber nur so lange gälte, wie die Öffentlichkeit sich nicht beschwere. Die Nachfrage, ob man “Öffentlichkeit” in diesem Fall mit “Tönnies” übersetzen dürfe, bejahte er.

Die Andacht gestalteten die Pilger gemeinsam mit Animal-Save-Movement, IG WerkFAIRträge, Bündnis gegen Tönnies-Erweiterung, Parents for Future Rheda-Wiedebrück und der Linken. Die örtlichen Aktivist*innen vermuteten, dass es den Kirchen in Rheda-Wiedenbrück zu heikel war, öffentlich gegen den reichsten und einflußreichsten Mann der Stadt aufzutreten.

Interessant waren die Reaktionen der bei Tönnies Arbeitenden: Die Rumän*innen und Bulgar*innen, die hier mit Werksverträgen ausgebeutet werden, bis sie erschöpft sind und durch neue ersetzt werden, reagierten durchweg positiv. Einzelne fragten um Hilfe und juristischen Beistand. Die gutbezalhten deutschen Führungkräfte dagegen gestikulierten wild empört hinter den Steuerrädern ihrer SUVs und BMWs.

 

Das Wort von Papst Franziskus: “Diese Wirtschaft tötet” wirkt an wenigen Orten so stark, wie hier.

Einige Menschen beschwerten sich, dass die Schweine-Performance ihre Kinder traumatisieren würde. Dabei ist sie nur der Versuch, annähernd sichtbar zu machen, was hier passiert:

Jeden Tag werden hier 30.400 Tiere getötet. Das sind über 1.250 in der Stunde. In der Zeit, in der die Pilger vor Tönnies waren, sind dort über 6.000 Tiere umgebracht worden. Und über 1.000 weiter haben den Schlachthof erst gar nicht lebend erreicht.

 

Stichwort Klimagerechtigkeit: Selbst wenn einem Tierwohl, großflächige Landschaftszerstörung durch Futtermittelanbau und (un)faire Arbeitsbedingungen egal sind:

Etwa 25% unseres CO-2-äquivalents verursachen wir durch unsere fleischlastigen Essgewohnheiten. Wirksamer Klimaschutz ist ohne eine Ernährungswende unmöglich.

Mensch kann also auch aus reinem Egoismus, oder liebe zu den eigenen Kindern gegen dieses Schweinesystem sein.

Ein Jahr Mahnwache, ein Jahr MahnwächterInnen in Lützerath an der L277

Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als der Wächter auf das Morgenrot…

Einladung zum Gottesdienst am 24. Juli 2021

Die Initiative „die Kirchen im Dorf lassen“ begeht in einem kleinen Gottesdienst am 24.7.2021 um 17 Uhr am Wendehammer in Lützerath den Gedenktag der Begründung der Lützerather Mahnwache. Neben HirtInnen sind WächterInnen ein wiederkehrendes Bild der Bibel. Die Sehnsüchte der WächterInnen werden im Psalm 130 zum Inbegriff des kurzfristig unerreichbar Scheinenden, das dann gleich dem Morgenrot irgendwann doch mit Gewissheit kommt/eintritt. „Und er (Gott) wird Israel erlösen aus all seinen Sünden“. So wie die nächtlichen Wächter in Israel müssen auch die WächterInnen von Lützerath gegen ihren eigentlichen Rhythmus wachsam sein, abhängig davon wann und wie die Bagger kommen. Doch wir hoffen mit ihnen auf die Verheißung einer Erlösung von der Klimakrise … und sind ihnen und allen, die in Lützerath für den Heimatplaneten wachsam sind, dankbar. Dies wollen wir in einem kleinen Gottesdienstfest feiern.

 

Trotz aller Lockerungen bitten wir: Tragt im engeren Kontakt mit anderen BesucherInnen eine Alltagsmaske, bildet Fahrgemeinschaften nur innerhalb Eurer Hausgemeinschaft und tragt Euch in die Nachverfolgungslisten ein!

 


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