Aktuelles

Gottesdienst am 5. Juli im Anschluss an den Dorfspaziergang in Keyenberg

 

Am Sonntag, den 5. Juli laden wir im Anschluss an den Dorfspaziergang von Lützerath (12:00 Uhr Start des Spaziergangs, auf der L277, entlang der Verwallung am Tagebau nach Keyenberg) zu einem kurzen Gottesdienst in Keyenberg vor der Kirche ein. Thema wird das jüngste Kohleverlängerungsgesetz und der "Sommer des Kohle-Widerstands" sein.

Infos hier.

 

Online Petition gestartet:

Keine Entwidmung der Kirchen im Rheinischen Revier

20.6.20

"Die Kirche(n) im Dorf lassen" hat eine neue Petition gestartet, die wieder regelmäßige Gottesdienste in den vom Abriss bedrohten Kirchen fordert, vor allem aber eine verbindliche Zusage, dass sie nicht entwidmet werden – mindestens so lange Menschen in den Dörfern leben.

Mehr Informationen

Direkt zur Petition

Plakataktion ist angelaufen

20.6.20

In vielen Orten im weiteren Umfeld des Rheinischen Reviers (im Raum AachenDürenHeinsberg und Mönchengladbach) hängen ab diesem Wochenende Großplakate, die eindrücklich auf den geplante Abriss der dortigen Kirchen hinweisen. Zusammen mit der zeitgleich gestarteten Online-Petition hoffen wir auf eine breite Mobilisierung der Menschen gegen diese sinnlose Zerstörung jahrhundertealter Kultur – für eine überholte Technologie und die Profitinteressen weniger!

Die Aktion wurde initiiert von "Die Kirche(n) im Dorf lassen" und unterstützt vom Diözesanrat Aachen und der Klimaallianz.

https://twitter.com/Kirche_an_Kante/status/1274845953497890816?s=20

Andacht und Diskussion in Manheim

12.6.20

Im Rahmen des Waldspaziergangs gab es am Sonntag, den 14. 6. 20, eine Kurzandacht mit Diskussion um die Frage alternativer Nutzungen der profanierten Kirchen. Die Besucher*innen beteiligten sich engagiert und mit vielfältigen Ideen – vom Museum des Widerstands bis zum Raum für autonomes Leben!

Die christliche Rede vom "Götzen Kapitalismus" – verfassungsfeindlich?

Stellungnahme von „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ zur Einstufung von „Ende Gelände“ als verfassungsfeindlich

2. 6. 2020
In einer ausführlichen Stellungnahme protestiert „Die Kirchen im Dorf lassen“ gegen die Diffamierung des Bündnisses Ende Gelände als verfassungsfeindlich und erklärt sich solidarisch mit seinen Zielen. Vor allem die Gleichsetzung von Antikapitalismus und Verfassungsfeindlichkeit ist ein unerträglicher Angriff auf die Meinungsfreiheit. Angesichts zahlreicher klar antikapitalistischer Beschlüsse christlicher Kirchen werden damit auch Christ*innen weltweit stigmatisiert – was einen Angriff auch auf die Religionsfreiheit bedeutet.

Pfingstdienstag: Wachszins für Arnold

Radtour am Hambacher Wald – Wiederbelebung einer 640 Jahre alten Tradition

 

30. 5. 2020

Waldspaziergang Hambacher Wald, Die Kirchen im Dorf lassen, Alle Dörfer bleiben, ITP Münster u.a. greifen eine jahrhundertealte Tradition auf (s.u.) und laden ein zu einer Radtour am Hambacher Wald – von Buir nach Arnoldsweiler:

▪Treffen 12.30 bis 13.00 Uhr, mit Fahrrädern, evangelisches Gemeindehaus Buir, ganz nah am S-Bahnhof
▪von dort um 13 Uhr Radtour zur Arnolduskapelle, über Mahnwache 'Hambi' und Merzenicher Erbwald durch Ellen nach Arnoldsweiler
▪an der Arnolduskapelle Abgabe des Wachszinses in Form diverser Kerzen, aus dem Hambacher Wald, aus den bedrohten Dörfern am Tagebau Garzweiler, aus Morschenich und Buir…
▪es gibt musikalische Begleitung, Harfe, Gesang, Blasmusiker…
▪alles natürlich unter Beachtung der aktuellen Corona-Schutzvorschriften
▪weitere aktuelle Infos hier (werden laufend aktualisiert).

Großer Zuspruch für den Gottesdienst an der Kante

© r-mediabase/H. Perschke
© r-mediabase/H. Perschke

16. 5. 2020

Unser Gottesdienst fand erfreulich und auch für uns überraschend viel Zuspruch: Etwa 160 Menschen waren gekommen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Die Gestaltung war einerseits traditionell - mit Bläsern und Harfe - zum anderen aber eine für viele neue Form, den Widerstand gegen die Bedrohung durch den heranrückenden Bagger in christlicher Perspektive zu leben.

 

Wie in Corona-Zeiten schon üblich, gibt es den Gottesdienst auch digital, für alle, die nicht dabei sein konnten. Wir haben einige Bilder und Impressionen eingestellt, Antworten auf die Frage "Warum bin ich heute hier?" können Sie hier ansehen, auch einen ersten Pressebericht. Und die Predigt kann man auch nachlesen.

Einladung: Gottesdienst an der Kante

Samstag, 16. Mai 2020, 17 h,

Auf der Maibaumwiese, Borschemicher Str. 32, Ortseingang Keyenberg

10. 5. 2020

Der Bagger steht 200 m vor dem Dorfeingang Keyenberg. Während das Land unter Corona still steht und trotz ausstehender Leitentscheidung gräbt RWE weiter – bis an das Dorf heran. Versuche, die ­Öffentlichkeit auf diese Situation aufmerksam zu machen und mit Aktionen wie einer Menschenkette dagegen zu pro­testieren, wurden – unter Verweis auf Corona – verboten.

In dieser Situation akuter Bedrohung lädt die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen” – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Theologie und Politik, Münster, mit Unterstützung des Katholikenrats Düren, dem ev. Kirchenkreis Jülich und dem Bündnis „Alle Dörfer bleiben” – zu einem Gottesdienst ein: „an der Kante”, mit Blick auf den näher rückenden Bagger.


Thema des Gottesdienstes ist der Schutz des Dorfes, seiner Menschen – und nicht zuletzt seiner Kirche. Die für 2023 geplante Zerstörung Keyenbergs ist Teil noch viel größerer, weltweiter Zerstörung. Der Gottesdienst will daher einen explizit christlichen Blick auf die Beziehung von Menschen und “Mitwelt” werfen. Er thematisiert die Schöpfung als Geschenk Gottes – ihre Bewahrung als Aufgabe und Herausforderung für alle Christ*innen,  ihre Zerstörung als Zurückweisung göttlicher Fürsorge, als Bruch des Bundes zwischen Gott und den Menschen. Und nicht zuletzt will er Hoffnung machen: Auf eine Welt, die nach Gerechtigkeit für die ganze Schöpfung strebt, eine Welt, die erste Schritte macht auf dem Weg zum Reich Gottes auf Erden.

 

 

Ganz praktisch

Wir halten Abstand, auch im Gottestdienst. Der Platz ist groß genug, um alle Corona-Regeln zu beachten. Falls es weitere Auflagen gibt, teilen wir das umgehend an dieser Stelle mit.

Wer nicht stehen will, sollte sich einen Klapphocker mitbringen! Und auf jeden Fall: Regenschirm mitbringen!

 

Hier geht es zur Pressemitteilung!

Wir halten Abstand – RWE nicht!

8. Mai 2020: Menschenkette in Keyenberg

„RWE nutzt die Corona-Krise aus. Während alles andere still steht, graben sich die Bagger auf unsere Dörfer zu. Wir werden das nicht zulassen – darum wehren wir uns!“
"Alle Dörfer bleiben" bildet deshalb am Freitag, den 8. Mai 2020, 18 Uhr eine Menschenkette vor dem bedrohten Dorf Keyenberg am Garzweiler-Tagebau: Mit Mundschutz und drei Metern Abstand zwischen den Teilnehmenden. Für Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit – hier und weltweit!